Hallo zusammen,
meine Frau und ich planen in etwa 2 Jahren ein Kind und haben mittlerweile 50k auf dem Tagesgeldkonto angespart. Aktuell verdienen wir zusammen ca. 4800€ netto und können noch etwa 1000€ im Monat sparen.
Jetzt bin ich am überlegen, ob ich die 50k komplett in ETFs stecken soll (MSCI World + EM) oder ob das zu riskant ist mit dem Zeithorizont. Einerseits ärgere ich mich, dass das Geld nur 3,5% auf dem Tagesgeld bringt, andererseits könnte ja theoretisch der Markt crashen wenn wir das Geld für Elternzeit/Ausstattung etc. brauchen.
Meine Überlegung wäre:
- 20k weiter auf Tagesgeld (Notgroschen + Baby-Ausgaben)
- 30k in ETFs (70% World, 30% EM)
- Monatlich weiter 500€ in ETFs
Was meint ihr? Bin etwas hin- und hergerissen zwischen Sicherheit und Rendite. Erfahrungen von anderen Eltern wären super!
Hallo Markus,
als Mutter von zwei Kindern kann ich dir nur empfehlen, wirklich vorsichtig zu planen! Die ersten Jahre mit Baby sind finanziell oft unvorhersehbarer als man denkt. Nicht nur die offensichtlichen Kosten wie Kinderwagen, Wickeltisch etc., sondern auch unerwartete Ausgaben - längere Krankheitszeiten, eventuell mehr Elternzeit als geplant, oder das Auto muss größer werden.
Deine Aufteilung ist schon ganz vernünftig, aber ich würde eher 25-30k auf dem Tagesgeld lassen. Das klingt erstmal nach viel, aber ihr werdet froh sein über den Puffer. Mit den restlichen 20-25k könnt ihr dann trotzdem vernünftig anlegen. Und ehrlich gesagt - in 2 Jahren ist bei ETFs eh nicht so viel Rendite zu erwarten, dass es das Risiko rechtfertigen würde.
Also ich sehe das etwas anders. 50k komplett auf dem Tagesgeld ist Kapitalverschwendung bei der Inflation. Deine Aufteilung ist doch völlig in Ordnung!
Als ich damals beruflich nochmal neu angefangen hab, musste ich auch kalkulierte Risiken eingehen. 20k Notgroschen sind bei eurem Einkommen mehr als ausreichend, auch mit Baby. Die 30k in ETFs haben in 2+ Jahren gute Chancen auf Wertzuwachs.
Und mal ehrlich - auch wenn der Markt crasht, nach 2 Jahren ist er meist wieder erholt. Ihr plant ja nicht, alles auf einmal zu brauchen. Würd sogar überlegen, nur 15k als Reserve zu lassen.
Grundsätzlich vernünftiger Ansatz, Markus. Bei 2 Jahren Zeithorizont und der konkreten Verwendung würde ich aber eher konservativer rangehen.
Mein Vorschlag: 30k Tagesgeld/Festgeld (gestaffelt 12-24 Monate), 20k ETF. Das Babybudget ist oft höher als gedacht - allein Kita-Plätze können teuer werden falls ihr beide arbeiten wollt. Bei ähnlichen Fällen hab ich öfter erlebt dass Flexibilität wichtiger war als die paar Prozent Mehrrendite.
Der monatliche ETF-Sparplan ist aber definitiv sinnvoll - da habt ihr ja längeren Horizont.