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Vorsorgeversicherungen: Was verstecken sich hinter den Garantien?

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Thomas Kern
Beiträge: 20
Themenstarter
(@thomask)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#76]

Mich nervt diese Standard-Beratung langsam. Überall liest man "Sie brauchen unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung" oder "Denken Sie an die Altersvorsorge", aber wenn man genauer nachfragt, kommen nur vage Antworten. Die meisten Vergleichsportale zeigen dir am Ende nur die günstigen Varianten – aber was ist mit den Details dahinter?

Ich hab mir gerade drei Angebote für klassische Vorsorgeprodukte angesehen und bin skeptisch. Bei einer Rentenversicherung mit garantierter Rentabilität von 0,9% steht da in Klein: "vor Kosten". Nach Kosten sind wir eher im minus-Bereich, wenn die Inflation mitberücksichtigt wird. Die Vergleichsportale zeigen mir nur die Nominalrendite.

Welche Fragen sollte ich WIRKLICH stellen, bevor ich unterschreibe? Und wo verstecken sich die Provisionen oder Stornokosten, die in den Tests nie auftauchen? Hat jemand Erfahrung, ob es überhaupt noch Sinn macht, in klassische Vorsorgeprodukte zu gehen – oder spart man mit ETF-Sparplänen und gezielter Risikoabsicherung einfach cleverer?


5 Antworten
Thomas Kellner
Beiträge: 19
(@skeptiksparer47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Da schließe ich mich an – ich hab mir ähnliche Gedanken gemacht, wie du. Das echte Problem ist die Ungleichheit zwischen den Angeboten. Ein Portal zeigt dir 50 Riester-Produkte, aber keines davon mit dem wichtigen Detail: Welche Gebührenstruktur? Wie ist das mit Frühjahrs-Aktionen und versteckten Provisionen? Bei meinen Tests hab ich gelernt, dass es oft billiger ist, eine hochwertige Risikoversicherung separat zu buchen und ETF-Sparpläne aufzubauen als diese verpackten Standardprodukte zu nehmen. Lohnt sich auf lange Sicht deutlich besser.


Antwort
Marco Kellner
Beiträge: 15
(@marco_198792)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Völlig nachvollziehbar, dass dich das frustet. Ich kenne das auch aus meiner Berufserfahrung – überall werden dir diese Kombipakete angedreht, aber niemand erklärt dir wirklich, wie dein Geld fließt. Die Vergleichsportale sind da tatsächlich ein Problem, weil sie oft nur die oberste Schicht zeigen.


Antwort
Marco D.
Beiträge: 2
(@marco-dietz)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das mit den versteckten Kosten ist wirklich frustrierend. Ein paar konkrete Dinge, die ich immer checke: Frag nach der Kostenquote (meist zwischen 1,5-2,5% jährlich bei klassischen Produkten), nach Stornogebühren in den ersten 5 Jahren und danach, wie die Beiträge tatsächlich aufgeteilt werden – wie viel geht in Kosten, wie viel in Versicherungsschutz, wie viel in die Altersvorsorge selbst.

Bei mir in der Familie hat sich ein Mix bewährt: Notwendige Risikoabsicherung (BU, Haftpflicht) über einfache, kostengünstige Versicherungen, und dann separate ETF-Sparpläne für die Altersvorsorge. Das ist transparenter und meist günstiger als diese kombinierten Produkte.


Antwort
Klaus H.
Beiträge: 10
(@klaushoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Guter Gedanke, Thomas. Bei der Altersvorsorge ist es wirklich so, dass viele Standardprodukte dir kaum noch was bringen. Ich setze da auf ein ausgewogenes Depot mit ETFs und einzelnen stabilen Aktien. Die Balance zwischen Rendite und Sicherheit ist viel besser, wenn du selbst die Kontrolle hast.

Aberdings: Eine reine ETF-Strategie ersetzt nicht alles. Eine BU-Versicherung oder Unfallversicherung brauchst du trotzdem – das ist Risikoabsicherung, keine Altersvorsorge. Da würde ich mir eine einfache Variante ohne zu viele Schnörkel holen und lieber mehr in dein eigenes Depot investieren.


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