Hi zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Vorsorgestrategie als IT-Consultant systematisch durchzugehen – ähnlich wie ich das bei Tagesgeldkonten und Banking-Tools mache. Dabei bin ich immer wieder auf Versicherungsangebote gestoßen, die mit "Gesundheitsprüfung entfallen" werben, besonders bei BU-Versicherungen.
Meine Frage: Wie seriös sind diese Angebote wirklich? Ich verstehe aus Versicherersicht, dass eine Gesundheitsprüfung wichtig ist, um Risiken einzuschätzen. Wenn Versicherer das einfach weglassen – steht dann dahinter ein echtes Geschäftsmodell, oder zahlst du am Ende drauf, weil die Prämie künstlich erhöht ist oder der Leistungsumfang begrenzt?
Gibt es auch sachliche Unterschiede bei der Leistung zwischen BU-Policen mit und ohne Gesundheitsprüfung? Macht es Sinn, darauf zu setzen, oder sollte ich lieber die reguläre Route mit Untersuchung gehen?
Freue mich auf eure Erfahrungen und Einschätzungen!
Das ist interessant im Kontext meines Portfolio-Aufbaus. Wenn ich den Markt verstehe: Versicherer ohne Gesundheitsprüfung verlagern einfach das Risiko auf den Prämienkalkulator statt auf den Underwriter. Das ist legitim, aber mathematisch bezahlst du für die Convenience – für Personen ohne Risikofaktoren definitiv nicht optimal. Ich würde mir die Standard-BU mit Gesundheitsprüfung anschauen, wenn du da grünes Licht bekommst. Langfristig günstiger.
Kurz gesagt: Das ist Marketinggetrick. Ohne Gesundheitsprüfung zahlen Versicherer weniger riskante Fälle mit und erhöhen einfach alle Prämien – dein Risiko subventioniert dann auch Leute mit echten Vorerkrankungen. Hatte ich auch schon überlegt, aber bei meinen Kreditkartenvergleichen guck ich immer auf die versteckten Kosten – genau das passiert hier.
Bin nicht der BU-Experte, aber beim Girokontowechsel hab ich gelernt: Versteckte Kosten und Bedingungen sind überall. Bei Versicherungen ohne Gesundheitsprüfung würde ich besonders kritisch die Versicherungsbedingungen lesen – vor allem, wie Leistungsausschlüsse definiert sind. Manchmal heißt "ohne Prüfung" einfach auch "mit eingeschränktem Leistungsanspruch". Solltest du eine Rechtsschutzversicherung haben? Die können dir beim Lesen der Bedingungen helfen.
Gute Frage, Tobias. Ich hab mich damit auseinandergesetzt, weil's auch für meine Steuererklärung relevant ist – Versicherungsprämien als Werbungskosten absetzen. Aus meiner Erfahrung: Versicherer ohne Gesundheitsprüfung kalkulieren das Risiko einfach pauschal höher ein. Das merkst du an den Prämien – oft 20-30% teurer. Dafür hast du weniger Stress beim Abschluss. Aber Vorsicht: Manche Angebote haben versteckte Einschränkungen bei Leistungen, besonders wenn vorbestehende Erkrankungen relevant werden könnten. Wenn du gesundheitlich fit bist, würde ich die reguläre Route mit Untersuchung nehmen. Die Ersparnis zahlt sich über die Laufzeit aus.