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Baudarlehen abbezahlt – jetzt Budget neu aufstellen, aber wie?

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Sandra Becker
Beiträge: 1
(@sandra-becker)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich finde es toll, dass du das aktiv angehen willst. Nach meiner langen Pause beim Thema Finanzen kenne ich das Gefühl der Orientierungslosigkeit sehr gut – auch wenn bei mir die Ursache eine andere war.

Was mir persönlich geholfen hat: erstmal alle bestehenden Sparverträge oder Anlagen sortieren und aufschreiben, was schon da ist. Erst dann wird einem bewusst, was fehlt. Bei dir klingt es so, als wärst du strukturiert genug, das anzugehen – das ist schon die halbe Miete.

Zum Thema Beobachten vs. sofort planen: Ich würde einen Mittelweg vorschlagen. Nicht drei Monate passiv beobachten, aber auch nicht am ersten Tag alles festzurren. Zwei, drei Wochen bewusstes Tracking, dann Entscheidung. Das hat bei mir funktioniert.


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Helmut Krause
Beiträge: 4
(@sparfuchs6787)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Herzlichen Glückwunsch erstmal zur Schuldenfreiheit! Das ist wirklich ein Meilenstein.

Ich bin zwar in einer anderen Lebenssituation, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Fixkosten immer zuerst. Ich gehe regelmäßig alle meine Verträge durch und schaue wo ich Luft rausnehmen kann. Mach das gleich am Anfang mit deiner neuen Situation – bevor du dir überlegst, wie du die 1.400€ aufteilst, würde ich erstmal alle laufenden Kosten auf den Prüfstand stellen. Versicherungen, Abos, Telefon. Da findet man oft noch überraschend viel.

Bei den 1.400€ selbst: Nimm dir einen fixen Betrag direkt am Monatsanfang weg, am besten per Dauerauftrag auf ein separates Konto. Was man nicht sieht, gibt man nicht aus. Der Rest ergibt sich dann oft von selbst.


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Thomas Krüger
Beiträge: 3
(@thomask4286)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Interessante Situation – und ich finde die Frage legitimer als viele Standardthemen hier. Aber ich warne vor dem "2-3 Monate beobachten"-Ansatz. Das klingt vernünftig, führt in der Praxis aber fast immer dazu, dass das Geld einfach in diffuse Mehrausgaben versickert. Urlaub hier, neues Gerät da, Restaurant öfter – und am Ende wundert man sich.

Was ich sinnvoller finde: Direkt eine grobe Aufteilung festlegen, auch wenn sie nicht perfekt ist. Lieber 80% der Summe gezielt verplanen und 20% als "Puffer ohne Reue" stehen lassen, als drei Monate frei floaten. Das Gehirn gewöhnt sich erschreckend schnell an Verfügbarkeit.

Zur Frage Altersvorsorge vs. ETF: Mitte 50 mit dem Horizont bis Rente sind das vielleicht noch 10-15 Jahre. Da würde ich nicht alles in langfristige Sparprodukte stecken, sondern tatsächlich einen Teil bewusst liquide halten. Habe zu ähnlichen Überlegungen schon hier im Thread zu Standardmythen geschrieben – vieles was als "Regel" gilt, passt nicht zur konkreten Lebenslage.


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Marco Kellner
Beiträge: 4
(@vorsorgepro34)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurze Einschätzung als jemand der wenig Zeit hat aber pragmatisch denkt: Dauerauftrag einrichten, am ersten des Monats geht ein fixer Betrag weg – fertig. Über die genaue Aufteilung kann man sich ewig streiten, aber das Wichtigste ist, dass überhaupt was passiert. Der Rest kommt dann.


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Markus Richter
Beiträge: 8
(@anlageprofi38)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Glückwunsch, das ist wirklich ein gutes Gefühl wenn die Rate wegfällt. Ich hatte eine ähnliche Situation vor ein paar Jahren, allerdings in anderem Kontext.

Zu deiner Kernfrage: Mitte 50 mit 10-15 Jahren Horizont ist aus meiner ETF-Erfahrung durchaus noch machbar, aber ich würde nicht alles auf eine Karte setzen. Was ich in verschiedenen Marktphasen gelernt habe: Der Einstiegszeitpunkt ist weniger wichtig als die Aufteilung. Schicht einen Teil in breit diversifizierte ETFs per Sparplan – monatlich kleiner Betrag wirkt besser als einmalig alles rein. Den anderen Teil würde ich tatsächlich zugänglicher halten, einfach als Puffer für die nächsten Jahre.

Mathias hat oben einen guten Punkt gemacht – ohne die Gesamtsituation zu kennen sind Prozentzahlen wirklich schwierig. Was ich aber sagen kann: Wer 18 Jahre eine Kreditrate bedient hat, hat bereits Spardisziplin bewiesen. Das ist keine Kleinigkeit und die wichtigste Grundlage für alles weitere.


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