Seite wählen

Zero-Based-Budgetin...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Zero-Based-Budgeting für Normalverdiener – lohnt sich der Aufwand?

3 Beiträge
3 Benutzer
0 Reactions
19 Ansichten
Werner Kleinmann
Beiträge: 16
Themenstarter
(@sparfuchs68)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#39]

Hallo zusammen,

ich bin schon seit ein paar Jahren dabei, meine Finanzen besser in den Griff zu kriegen, aber irgendwie läuft es nie so richtig rund. Jetzt bin ich über den Begriff "Zero-Based-Budgeting" gestolpert und frage mich, ob das wirklich was für Otto Normalverbraucher ist oder eher für Leute mit komlizierten Finanzverhältnissen.

Das Prinzip hab ich mir grob angelesen: Man nimmt das Nettoeinkommen des Monats und verteilt jeden einzelnen Euro auf eine Kategorie, bis am Ende rechnerisch null übrig bleibt. Also nicht nur Fixkosten und dann schauen was übrig bleibt, sondern wirklich alles aktiv zuweisen – Urlaub, Lebensmittel, Rücklagen, Spaß, alles.

Klingt erstmal logisch, aber ich frag mich:
- Wie geht man mit unregelmäßigen Ausgaben um? Bei mir kommen im Sommer immer mehr Kosten rein (Ausflüge, die Kinder haben Ferien, Eiscafé etc.), das macht Planung schwieriger.
- Wie detailliert muss man wirklich werden? Brauche ich 30 Kategorien oder reichen 8?
- Hat das wirklich jemand von euch konsequent durchgezogen, und hat es was gebracht?

Ich bin kein Finanzprofi und hab kein riesiges Einkommen, also mich interessiert vor allem die Praxiserfahrung von Leuten in ähnlichen Verhältnissen. Nicht die Theorie aus irgendwelchen amerikanischen YouTube-Videos, die von ganz anderen Gehältern ausgehen.

Freue mich auf eure Einschätzungen!

SparFuchs68


2 Antworten
Gerhard K.
Beiträge: 9
(@gerhard_k79)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, das Thema hatte ich mir selbst schon mal überlegt, als ich damals meine Finanzen nach der Beitragssache neu aufgestellt hab (wer's kennt, kennt's – hatte dazu ja auch anderswo was geschrieben).

Zero-Based-Budgeting ist prinzipiell solide, aber ich will ehrlich sein: Für Leute ohne Buchhaltungserfahrung ist der Einstieg wirklich mühsam. Man unterschätzt am Anfang gerne, wie viele Ausgaben man vergisst einzuplanen. Ich hab das erste Mal drei Monate gebraucht, bis meine Kategorien halbwegs stimmten.

Dein Punkt mit dem Sommer ist berechtigt. Was ich mache: Ich habe eine Kategorie "Saisonales Puffer" die ich über das Jahr gleichmäßig befülle. Im Juli und August zieh ich davon mehr ab. Das glättet die Spitzen erheblich.

Was die Kategorienanzahl angeht: Weniger ist mehr am Anfang. 8-10 Kategorien reichen völlig. Mit der Zeit merkst du selbst, wo du feiner aufteilen willst. Wer mit 30 Kategorien startet, gibt nach zwei Monaten auf.


Antwort
Ralf Brenner
Beiträge: 16
(@r-brenner)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich machs kurz: Hab ZBB zwei Jahre lang durchgezogen, im dritten Jahr aufgehört weil mir die Detailtiefe auf die Nerven ging. Trotzdem war's das wertvollste, was ich für mein Finanzbewusstsein getan hab. Einfach machen und schauen wie weit man kommt.


Antwort
Teilen: