Seite wählen

Budgetplan aufgeste...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Budgetplan aufgestellt, trotzdem immer im Minus – was übersehe ich?

2 Beiträge
2 Benutzer
1 Reactions
31 Ansichten
Markus Thielemann
Beiträge: 8
Themenstarter
(@vorsorgeplus49)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#31]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einigen Monaten ernsthafter mit meiner Finanzplanung und habe mir extra einen Budgetplan erstellt. Einnahmen aufgelistet, Fixkosten raus, Rest aufgeteilt – klingt eigentlich logisch. Aber am Monatsende stimmt es trotzdem nie. Irgendwie fehlen immer 80–150 Euro, manchmal mehr.

Jetzt im Sommer kommt gefühlt alles auf einmal: Der Ventilator hat den Geist aufgegeben, der nächste Urlaub muss irgendwie finanziert werden, und dann stehen auch noch ein paar kleinere Reparaturen an. Lauter Dinge, die ich "vergessen" hatte einzuplanen.

Mein Verdacht ist, dass ich systematisch bestimmte Ausgabenkategorien unterschätze oder gar nicht erst aufführe. Aber ich weiß nicht genau, wo der Denkfehler liegt. Plane ich zu knapp? Sind es die unregelmäßigen Ausgaben, die ich nicht als Fixkosten wahrnehme? Oder mache ich schon beim grundsätzlichen Aufbau des Budgets Fehler, die Anfänger typischerweise begehen?

Würde mich sehr interessieren, was erfahrenere Budgetplaner hier als die häufigsten Anfängerfehler sehen – gerade solche, die man selbst lange nicht bemerkt. Gibt es bestimmte Kategorien oder Denkweisen, auf die man von Anfang an achten sollte?

Vielen Dank im Voraus.


1 Antwort
Markus S.
Beiträge: 10
(@erdeninvestor39)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das kenn ich aus eigener Erfahrung – der klassische Fehler ist, dass man nur die monatlich wiederkehrenden Kosten notiert und alles Unregelmäßige einfach vergisst. KFZ-Steuer, Versicherungsbeiträge die quartalsweise kommen, Arztkosten, Jahresbeiträge... die tauchen im Monatsbudget gar nicht auf, hauen aber trotzdem rein.

Mein Tip: Alle Ausgaben der letzten 12 Monate zusammenrechnen, durch 12 teilen – und diesen Betrag als monatlichen "Puffer für Unregelmäßiges" fest einplanen. Klingt simpel, aber die meisten machen das nicht.

Beim Thema Sommer kommt dann noch dazu, dass man Ausgaben wie Klimagerät oder Urlaub gedanklich als "Ausnahme" verbucht, obwohl sowas eigentlich jedes Jahr anfällt. Ich hab das bei mir lange genauso gemacht. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, auch für solche Saisonausgaben einen monatlichen Anteil zurückzulegen – also quasi auf ein Unterkonto ansparen, auch wenn die Ausgabe erst im Juni oder Juli kommt.

Zur Kontoführung generell: Ich hab mich vor einiger Zeit intensiver mit verschiedenen Kontomodellen beschäftigt, auch im Kontext Kleinunternehmer – da gelten ähnliche Prinzipien beim Trennen von laufenden und unregelmäßigen Ausgaben. Wer das strukturiert angehen will, findet vielleicht auch im Thread Geschäftskonto für Kleinunternehmer: Welche Bank ist empfehlenswert? ein paar nützliche Gedanken zum Thema Kontenstruktur, auch wenn's dort eher ums Geschäftliche geht.

Kurz gesagt: Dein Plan ist wahrscheinlich nicht falsch aufgebaut, er ist nur unvollständig – weil er nur einen Teil der Realität abbildet.


Antwort
Teilen: