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Silber und Kupfer als Sommerdepot-Baustein gegen Inflation sinnvoll?

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Marco Kellner
Beiträge: 11
Themenstarter
(@vorsorgepro34)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#70]

Hallo zusammen,

ich überlege gerade mein Portfolio für die zweite Jahreshälfte zu adjustieren und bin am grübeln, ob Silber und Kupfer wirklich gute Inflationsschutz-Kandidaten sind. Die Klimaanlagen laufen auf Hochtouren (kennt ihr das auch?), Energiekosten steigen wieder und ich merke überall die Teuerung.

Bei Kupfer denke ich an den ganzen Infrastruktur-Ausbau, Wärmepumpen, E-Mobilität etc. - sollte eigentlich nachhaltig treiben. Silber hat ja auch die Industrie-Story mit Solarzellen und Elektronik, plus den Edelmetall-Aspekt.

Bisher hab ich nur einen kleinen MSCI World und etwas Tagesgeld. Würde ca. 15-20% vom Depot in diese Rohstoffe stecken wollen, als Inflationsschutz für die nächsten Jahre. Macht das Sinn oder übersehe ich was Wichtiges?

Wie seht ihr das - eher physisch kaufen oder über ETCs? Bei den aktuellen Preisen bin ich etwas unsicher wegen dem Timing. Will nicht kurz vor einer Korrektur einsteigen...

Freue mich über eure Erfahrungen!


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3 Antworten
Markus S.
Beiträge: 10
(@erdeninvestor39)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da muss ich Sandra teilweise widersprechen - Kupfer ist fundamental unterversorgt mittlerweile. Die Minen können nicht schnell genug hochfahren und gleichzeitig steigt die Nachfrage durch KI-Rechenzentren, Elektrifizierung etc. massiv an.

Bei Silber sehe ich auch gute Chancen. Das Gold-Silber-Ratio ist historisch noch relativ hoch, da ist Aufholpotential da. Plus die Solarzellen-Story läuft weiter - trotz aller Korrekturen am Solarmarkt.

Physisch vs. ETC ist Geschmackssache. Ich hab beides - kleinere Mengen physisch als "Anfass-Investment", größere Positionen über ETCs wegen der Praktikabilität. Bei physischem Silber musst du nur aufpassen wegen der Mehrwertsteuer in Deutschland.

15-20% ist nicht zu viel wenn du langfristig denkst und die Volatilität aushältst.


Antwort
Stefan W.
Beiträge: 21
(@s-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also bei Kupfer bin ich ziemlich bullish langfristig. Die Nachfrage durch Energiewende ist real und wird nicht verschwinden. Silber ist etwas volatiler, aber die Industrie-Story stimmt auch.

15-20% Portfolio-Anteil ist aber schon ordentlich für Rohstoffe. Ich würde eher bei 10% anfangen und schauen wie es läuft. ETCs sind praktischer als physisch, außer du willst wirklich Barren im Tresor haben.

Timing ist immer schwierig - vielleicht gestaffelt einsteigen über paar Monate? Hab selbst vor 2 Jahren angefangen bei Kupfer und bin bisher zufrieden. Aber Rohstoffe können auch mal 2-3 Jahre seitwärts laufen, das solltest du einkalkulieren.


Antwort
Sandra Becker
Beiträge: 7
(@sandra-becker)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hmm, ich bin da etwas skeptischer ehrlich gesagt. Rohstoffe sind schon sehr zyklisch und aktuell ziemlich hochbewertet meiner Meinung nach.

Bei Kupfer kommt dazu dass China immer noch der große Verbraucher ist - wenn die Wirtschaft dort schwächelt, können die Preise schnell fallen. Hab das 2015 schon mal erlebt.

Inflationsschutz ist auch so eine Sache... klar, theoretisch sollten Rohstoffe mit der Inflation steigen, aber praktisch ist das oft nicht so linear. Manchmal hinken sie sogar hinterher.

Wenn schon, dann würd ich maximal 5-10% nehmen und eher breit diversifizieren statt nur auf zwei Rohstoffe setzen. Gibt ja auch Rohstoff-ETFs die mehrere Metalle und Agrarrohstoffe enthalten.


Antwort
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