Hallo zusammen,
ich überlege gerade mein Portfolio für die zweite Jahreshälfte zu adjustieren und bin am grübeln, ob Silber und Kupfer wirklich gute Inflationsschutz-Kandidaten sind. Die Klimaanlagen laufen auf Hochtouren (kennt ihr das auch?), Energiekosten steigen wieder und ich merke überall die Teuerung.
Bei Kupfer denke ich an den ganzen Infrastruktur-Ausbau, Wärmepumpen, E-Mobilität etc. - sollte eigentlich nachhaltig treiben. Silber hat ja auch die Industrie-Story mit Solarzellen und Elektronik, plus den Edelmetall-Aspekt.
Bisher hab ich nur einen kleinen MSCI World und etwas Tagesgeld. Würde ca. 15-20% vom Depot in diese Rohstoffe stecken wollen, als Inflationsschutz für die nächsten Jahre. Macht das Sinn oder übersehe ich was Wichtiges?
Wie seht ihr das - eher physisch kaufen oder über ETCs? Bei den aktuellen Preisen bin ich etwas unsicher wegen dem Timing. Will nicht kurz vor einer Korrektur einsteigen...
Freue mich über eure Erfahrungen!
Da muss ich Sandra teilweise widersprechen - Kupfer ist fundamental unterversorgt mittlerweile. Die Minen können nicht schnell genug hochfahren und gleichzeitig steigt die Nachfrage durch KI-Rechenzentren, Elektrifizierung etc. massiv an.
Bei Silber sehe ich auch gute Chancen. Das Gold-Silber-Ratio ist historisch noch relativ hoch, da ist Aufholpotential da. Plus die Solarzellen-Story läuft weiter - trotz aller Korrekturen am Solarmarkt.
Physisch vs. ETC ist Geschmackssache. Ich hab beides - kleinere Mengen physisch als "Anfass-Investment", größere Positionen über ETCs wegen der Praktikabilität. Bei physischem Silber musst du nur aufpassen wegen der Mehrwertsteuer in Deutschland.
15-20% ist nicht zu viel wenn du langfristig denkst und die Volatilität aushältst.