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Kupfer und Silber 2026: Taugen die wirklich als Inflationsschutz?

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Marco Kellner
Beiträge: 15
Themenstarter
(@marco_198792)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#104]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit ein paar Wochen ernsthaft mit dem Thema Rohstoffe als Inflationsabsicherung und bin dabei immer wieder auf Kupfer und Silber gestoßen. Mir ist klar, dass Gold der Klassiker ist – aber Kupfer und Silber scheinen gerade 2026 besonders interessant, weil die Nachfrage durch Elektrifizierung, Klimaanlagen und erneuerbare Energien nicht abreißt. Allein wenn ich sehe, wie die Leute im Sommer ihre Wohnungen klimatisieren wollen und gleichzeitig die EU ihre Klimaziele hochschraubt – da steckt doch massenhaft Kupfer drin.

Meine Fragen konkret:
- Macht es Sinn, aktuell in Kupfer-Futures oder eher in entsprechende ETC-Produkte zu gehen?
- Silber hat ja diese Doppelnatur als Industrie- UND Edelmetall – wird das aktuell schon in den Preisen eingepreist oder gibt es da noch Luft?
- Wie viel Prozent vom Depot würdet ihr realistisch für sowas reservieren?

Ich bin kein totaler Anfänger, hab Aktien-ETFs laufen und ein bisschen Krypto – aber mit physischen Rohstoffen oder Futures hab ich noch wenig gemacht. Ich such hier keine Anlageberatung, nur Erfahrungen von Leuten die schon länger dabei sind. Was denkt ihr?


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3 Antworten
Harald K.
Beiträge: 11
(@bankwechsler_73)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Physische Silbermünzen oder -barren wären noch ne Option die keiner hier erwähnt hat. Kein Kontrahentenrisiko, aber dafür Lagerkosten und beim Kauf Mehrwertsteuer – das frisst ordentlich Rendite. Für größere Summen eigentlich unwirtschaftlich.


Antwort
Marco Techmann
Beiträge: 11
(@marco-tech)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Interessante Frage, die mich an eine ähnliche Diskussion erinnert, die ich mal im Bitcoin-als-Inflationsschutz-Thread mitgemacht hab. Der Grundkonflikt ist ähnlich: Wie verlässlich ist ein Asset wirklich als Inflationshedge, wenn die Preistreiber vor allem industrieller Natur sind?

Zu deinen Fragen: Kupfer-Futures sind für Privatanleger eigentlich ziemlich hakelig – Rollkosten, Kontrakt-Sizing, Margin-Anforderungen. ETCs auf Kupfer oder Silber (z.B. über Xtrackers oder WisdomTree) sind da deutlich zugänglicher, allerdings hast du da kein physisches Exposure, sondern meist besichertes Papier. Das muss man wissen.

Silbers Doppelnatur ist tatsächlich ein Argument – der Industrieanteil steigt durch Photovoltaik und Elektronik, gleichzeitig ist Silber viel volatiler als Gold. 5-10% Depotanteil für Rohstoffe insgesamt würde ich als Richtwert nennen, aber das hängt stark davon ab, wie lange dein Anlagehorizont ist. Kurzfristig können die Preise ganz schön schwanken, gerade im Sommer wenn die Handelsvolumina dünner werden.


Antwort
Marco K.
Beiträge: 4
(@marco_8788)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das ehrlich gesagt etwas skeptischer als Marco-Tech oben. Kupfer als Inflationsschutz klingt erstmal logisch, aber die Korrelation zur Inflation ist historisch gar nicht so stabil wie bei Gold. Kupfer reagiert viel stärker auf Konjunkturzyklen – wenn die Wirtschaft schwächelt, fällt der Preis auch dann, wenn die Inflation noch hoch ist. Das ist dann das Gegenteil von dem was du willst.

Silber find ich da noch plausibler wegen der Industrienachfrage, aber auch da: sehr volatil. Ich hab selbst gerade genug andere Baustellen (Geschäftskonto, Reiseplanung fürs Sommertrip) und würde da persönlich nicht zu viel Kapital reinstecken das ich kurzfristig brauch.

Falls du ETCs nimmst – unbedingt auf die Gegenpartei-Risiken achten und schauen ob physisch hinterlegt oder nicht. Da gibts grosse Unterschiede zwischen den Anbietern.


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