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Sommer-Geldanlage: Bei 3,5% Tagesgeld noch riskanter investieren?

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Stefan M.
Beiträge: 15
Themenstarter
(@stefan-mueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#61]

Hallo zusammen,

sitze gerade bei der Hitze mit nem kühlen Getränk und grüble über meine Geldanlage. Hab aktuell etwa 45k auf verschiedenen Tagesgeldkonten zu durchschnittlich 3,5% liegen. Das sind immerhin knapp 1.600€ im Jahr ohne jedes Risiko.

Meine Frau plant schon wieder den Sommerurlaub für nächstes Jahr und die neue Klimaanlage hat auch ordentlich was gekostet. Da frag ich mich: Soll ich wirklich noch einen Teil davon in ETFs oder Aktien stecken? Klar, langfristig sind da mehr Rendite drin, aber bei den aktuellen Zinsen...

Eigentlich bin ich nicht übermäßig risikoscheu, hab auch schon mal kleinere Beträge in Fonds gesteckt. Aber 3,5% sicher ist schon verlockend. Vor allem wenn man sieht, wie volatile die Märkte teilweise sind.

Versteh mich nicht falsch - ich weiß dass Inflation das Geld langfristig auffrisst und Aktien historisch besser performen. Aber ist es wirklich verkehrt, bei so hohen sicheren Zinsen erstmal abzuwarten? Oder verpasse ich gerade DEN Einstiegszeitpunkt?

Wie seht ihr das? Bin für jeden Hinweis dankbar.


3 Antworten
Julia K.
Beiträge: 9
(@juliak23)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kann beide Seiten verstehen. Persönlich hab ich auch einen größeren Notgroschen auf Tagesgeld, grade in unsicheren Zeiten.

Aber: 45k komplett auf Tagesgeld ist schon sehr konservativ. Du verpasst definitiv Renditechancen. Mein Ansatz wäre eine Mischung - vielleicht 20k als echte Reserve auf Tagesgeld behalten und den Rest gestaffelt investieren. Bei der aktuellen Sommerhitze und den Urlaubsplanungen ist ja auch klar, dass du Liquidität brauchst.

Ein Sparplan über 6-12 Monate könnte ein guter Kompromiss sein. So nutzt du Cost-Average-Effekt und gehst trotzdem ins Risiko. Die 3,5% sind verlockend, aber halt auch nicht von Dauer.


Antwort
Thomas Kellner
Beiträge: 20
(@thomask42)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Verstehe dein Dilemma gut, Stefan. Bei 3,5% Tagesgeld ist die Versuchung groß. Aber schau mal: real nach Inflation sind das aktuell vielleicht noch 1-1,5%. Langfristig kommst du damit nicht weit.

Ich hab hier schon mal ähnlich diskutiert - meine Meinung: Ein Teil sollte schon in breit gestreute ETFs. Vielleicht 60% weiter aufs Tagesgeld als Notgroschen und größere Anschaffungen, 40% in MSCI World oder ähnliches.

Die hohen Tagesgeld-Zinsen werden nicht ewig halten. Und Market-Timing ist schwierig - den perfekten Einstieg erwischt man eh nie. Bei 45k würd ich nicht alles auf eine Karte setzen, aber komplett auf Tagesgeld ist meiner Meinung nach verschenkte Rendite.


Antwort
Marco K.
Beiträge: 8
(@etfneuling29)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hmm, bin da etwas anderer Meinung als ThomasK42. Als ETF-Anfänger würd ich bei dem Betrag vorsichtiger sein.

3,5% sind schon richtig gut und du schläfst ruhig. Wenn du dich unwohl fühlst mit Schwankungen, dann zwing dich nicht. Vielleicht erstmal mit nem kleineren Betrag anfangen? So 5-10k in nen All-World ETF und schauen wie du dich dabei fühlst?

Ich kenne das Gefühl - hab erst kürzlich selbst angefangen zu investieren und war auch unsicher. Aber lieber langsam rantasten als alles auf einmal und dann bei der ersten roten Woche in Panik verkaufen.


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