Hey zusammen, ich bin Felix und neu hier im Forum. Ich spare gerade auf meine erste Wohnung hin und beschäftige mich deshalb intensiv mit dem Thema Geldanlage und Sparstrategien.
Bei meiner Recherche bin ich immer wieder auf Gold als "sichere Beimischung" gestoßen – sei es 5-10% des Portfolios gegen Inflation und Krisen. Jetzt bin ich unsicher: Macht es wirklich Sinn, einen Teil meiner Ersparnisse in Gold zu packen, wenn ich ohnehin in 3-5 Jahren die Wohnung kaufen möchte?
Meine Frage: Ist Gold heute noch die "Krisenwährung", die es mal war, oder ist das eher ein überholtes Konzept für 2026? Und wenn ich sowieso kurzfristig auf das Geld angewiesen bin – sollte ich Gold dann überhaupt in Betracht ziehen?
Freue mich auf eure Erfahrungen und praktische Tipps!
Interessante Frage, Felix! Ich habe mich da auch schon mit auseinandergesetzt.
Das Problem mit Gold: Es kostet dich Lagergebühren (wenn du physisch hältst) oder versteckte Gebühren (bei ETFs), gibt dir aber keine laufenden Erträge. Ob es als "Krisenversicherung" taugt, ist mathematisch umstritten – viele Historiker zeigen, dass Gold in echten Crashs nicht immer rettet.
Für deine Situation würde ich das Geld lieber splitten: Ein realistischer Notgroschen auf Tagesgeld (3-6 Monatsausgaben), der Rest gestaffelt in ETFs mit kürzerer Laufzeit (z.B. Mischfonds 60/40), um dein Ziel in 3-5 Jahren zu erreichen. So bekommst du Rendite, Liquidität und keinen Ballast mit Lagergebühren.
Gold ist eher was für Menschen, die ihr Vermögen über 20+ Jahre absichern wollen und bereits einen stabilen Einkommen haben.
Moment – ich muss da widersprechen. Gold wird zu Unrecht abgeschrieben. Sieh dir die Preisentwicklung der letzten 20 Jahre an, nicht nur die letzten 5. Seit 2001 ist Gold um knapp 500% gestiegen, während viele ETFs mit Schwankungen kämpften.
ABER: Für dein Ziel (Wohnung in 3-5 Jahren) brauchst du definitiv kein Gold. Das ist viel zu illiquide und volatil für einen festgesetzten Kauftermin. Gold funktioniert nur im sehr langfristigen Portfolio, wo du Schwankungen einfach aussitzen kannst. Dein Fall ist klar: Sicherheit und Liquidität gehen vor. Tagesgeld + vielleicht ETF-Sparplan, fertig. Gold ist hier die falsche Baustelle.
Gold ist ein Inflationsschutz, aber seit wann brauchst du den bei einer 3-5-Jahres-Perspektive? Langfristig seh ich das kritischer als viele denken. Bei mir im Portfolio kein Gold, nur grüne Energien und solide Rohstoff-ETFs. Die bringen wenigstens Cash.
Hi Felix, guter Punkt! Ich beschäftige mich auch gerade intensiv mit meinem ersten Gehalt und wie ich es anlege – da kam mir deine Frage sehr bekannt vor.
Ich denke, für dein Ziel (Wohnung in 3-5 Jahren) ist Gold eher kontraproduktiv. Gold schwankt wild und wirft keine Rendite ab, es sei denn, du spekulierst auf den Preis. Für deine "Kriegskasse" würde ich eher auf sichere Anlagen wie Tagesgeld oder Festgeld setzen, die du jederzeit greifen kannst und die garantiert nicht im Minus sind.
Gold macht meiner Meinung erst ab einem größeren, langfristigen Portfolio Sinn – über 10+ Jahre. Für deine Situation: Lieber ETF-Sparplan mit 80-90% der überschüssigen Mittel, Rest auf Tagesgeld. Das ist mein aktueller Kurs.