Hi zusammen,
beschäftige mich gerade mit meinem ETF-Portfolio und überlege ob sich ein Wechsel lohnt. Hab aktuell etwa 50.000€ in verschiedenen ETFs verteilt und bei den meisten liegt die TER so zwischen 0,18% und 0,22%.
Nun hab ich gesehen, dass es praktisch identische ETFs mit nur 0,10-0,12% TER gibt. Das wären ja bei 50k etwa 80-100€ unterschied pro Jahr. Klingt erstmal nicht nach viel, aber über 20-30 Jahre summiert sich das schon ordentlich.
Nur bin ich unsicher wegen den Transaktionskosten beim Verkauf/Neukauf. Bei meinem Broker kostet jede Order 9,90€. Bei 6-7 ETF-Positionen wären das schon fast 200€ nur für den Wechsel. Plus eventuell Spreads beim An/Verkauf.
Dann kommt noch dazu dass ich teilweise Buchverluste hab (so 5-8% bei ein paar Positionen). Verkauf würde bedeuten ich realisiere die Verluste, auch wenn es steuerlich vielleicht sogar Vorteile bringt.
Was meint ihr - lohnt sich der Aufwand für die gesparten Kosten? Oder soll ich einfach bei den bestehenden bleiben und nur neue Sparpläne auf die günstigeren ETFs umstellen?
Danke für eure Meinungen!
Bei 50k sind 0,08% Unterschied etwa 40€ im Jahr, nicht 100€ - da hast du dich verrechnet. Trotzdem kann sich das über die Jahre summieren.
Ich würde nicht alles auf einmal wechseln, sondern schrittweise. Die Verlustpositionen kannst du verkaufen für den Steuervorteil, bei den anderen wartest du auf Kursgewinne oder machst es nach und nach. Hatte mal ein ähnliches Thema mit Kostenoptimierung.
Bei einem langfristigen Anlagehorizont von 20+ Jahren machen die gesparten Kosten durch den Zinseszinseffekt schon einen deutlichen Unterschied. Würde aber die Orderkosten berücksichtigen und nicht alles auf einmal machen.
Also ich hab genau das gleiche gemacht letztes Jahr! Alte teure ETFs raus, günstige rein.
Bei 50k sind 0,08% TER-Unterschied aber nur 40€, nicht 100€. Trotzdem lohnt es sich langfristig absolut. Die Transaktionskosten holst du schon im ersten Jahr wieder rein.
Tipp: Verkauf erst die Verlustpositionen wegen der Verlusttöpfe, dann kannst du die Gewinne später steuerfrei realisieren bis der Topf leer ist. Hatte selbst etwa 3k Verluste realisiert und konnte dann entsprechende Gewinne steuerfrei mitnehmen.
Hmm, würde ich mir nochmal überlegen ehrlich gesagt. Klar, Kosten sparen ist gut, aber dafür das ganze Portfolio umzuschichten?
Erstens hast du dich verrechnet - bei 50k und 0,08% Unterschied sind das 40€ pro Jahr, nicht 100€. Zweitens kommen noch die Transaktionskosten dazu, Spreads, eventuell ungünstige Verkaufszeitpunkte...
Ich würd einfach nur die neuen Sparpläne auf günstige ETFs umstellen und das alte Portfolio in Ruhe lassen. Das Wichtigste ist doch dass du regelmäßig investierst, nicht dass du die letzten Cent bei der TER optimierst.
Bis sich der Wechsel amortisiert hat vergehen Jahre, und in der Zeit passiert am Markt viel wichtigeres als 40€ Kostenunterschied.