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Freundin meint bei 1,5% Tagesgeld verliere ich trotz allem Geld - stimmt das?

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Stefan Kellner
Beiträge: 10
Themenstarter
(@stefan92)
Active Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen
[#32]

Hi zusammen,

meine Freundin und ich hatten gestern wieder mal eine Diskussion über mein Tagesgeld. Ich hab da aktuell etwa 25k liegen bei 1,5% Zinsen, dachte eigentlich das ist ganz ok für den Notgroschen.

Aber sie meint, bei der aktuellen Inflation würd ich trotzdem Geld verlieren, real gesehen. Sie hat irgendwas von 2,3% Inflation gelesen und rechnet mir vor, dass ich am Ende des Jahres weniger kaufen kann als am Anfang.

Ist da was dran? Ich mein, 1,5% sind doch besser als 0%, oder? Und ich will ja auch nicht mein komplettes Notgeld in irgendwelche riskanten Sachen stecken.

Was meint ihr dazu? Sollte ich wirklich was ändern oder ist das nur so Theorie-Kram? Hab auch überlegt, ob ich wenigstens einen Teil in so Geldmarkt-ETFs packen sollte, aber bei den 1,5% bin ich eigentlich zufrieden gewesen.

Kann mir jemand das mal erklären, ob sie Recht hat mit dem "Geldverlust"? Irgendwie macht mich das unsicher, weil sie ständig darüber redet...


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3 Antworten
Sebastian Weber
Beiträge: 1
(@s-weber16)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen

Hey Stefan,

deine Freundin hat leider recht - das nennt sich Realzinsverlust. Wenn die Inflation bei 2,3% liegt und du nur 1,5% Zinsen bekommst, dann verlierst du jedes Jahr etwa 0,8% Kaufkraft.

Rechenbeispiel: Deine 25.000€ haben nach einem Jahr nominell 25.375€ (1,5% Zinsen). Aber durch die Inflation von 2,3% bräuchtest du 25.575€, um die gleiche Kaufkraft wie heute zu haben. Macht also real einen Verlust von 200€ Kaufkraft.

Aber: Für den Notgroschen ist das erstmal ok! Der soll ja verfügbar und sicher sein, nicht primär Rendite bringen. Hatte das Thema schon mal hier diskutiert - da ging's auch um höhere Zinsen vs. Geldmarkt-ETF.

Wenn du wirklich Inflationsschutz willst, müsstest du einen Teil in Aktien-ETFs oder ähnliches investieren. Aber dann ist's kein Notgroschen mehr.


Antwort
Thomas Kellner
Beiträge: 4
(@thomask42)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

Stefan, deine Freundin hat absolut recht und das solltest du ernst nehmen.

1,5% sind in der heutigen Zeit einfach zu wenig. Du findest problemlos Tagesgeldkonten mit 3,5% oder sogar 4%. Damit wärst du zumindest näher an der Inflation dran.

Geldmarkt-ETFs sind auch eine Option - die werfen momentan um die 3,8% ab bei minimalen Risiko. Ja, ist nicht ganz risikofrei wie Tagesgeld, aber für einen Teil deines Notgroschens durchaus vertretbar.

Und langfristig solltest du sowieso über ETFs nachdenken. Bei der aktuellen Zinspolitik werden die Realzinsen noch länger negativ bleiben. Lass dir das nicht schönreden - Kaufkraftverlust ist Kaufkraftverlust, egal ob du ihn merkst oder nicht.


Antwort
Stefan Kowalski
Beiträge: 2
(@stefan9268)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

Die Rechnung stimmt mathematisch, aber praktisch ist das nicht so dramatisch.

Klar verlierst du rechnerisch Kaufkraft, aber dafür hast du Sicherheit und Liquidität. Und mal ehrlich - merkst du die 0,8% Kaufkraftverlust im Alltag wirklich? Bei 25k sind das 200€ im Jahr, also knapp 17€ im Monat.

Hab letztens auch überlegt ob Geldmarkt-ETF besser wäre, aber da sind die Zinsen auch nicht viel höher und du hast zusätzliches Risiko.

Mein Tipp: Lass den Notgroschen wie er ist. Wenn du mehr gegen Inflation machen willst, spar zusätzlich in ETFs - aber nicht mit dem Notgeld!


Antwort