Ich hab mich damit vor ein paar Jahren intensiv beschäftigt. Die ehrliche Antwort: 100%-Finanzierungen sind nicht per se unseriös, aber der Teufel steckt im Detail. Ich hab damals mit mehreren Klienten Umschuldungen hinbekommen, weil sie genau das Problem hatten – 0% EK, dafür deutlich schlechtere Konditionen und plötzlich war die monatliche Quote nicht mehr zu stemmen. Mein Fazit: Ohne Eigenkapital zahlt man mindestens 0,5-1% Zinsaufschlag. Dazu kommen Notargebühren, Makler – das müssen die Banken ja auch decken. Wenn dein Einkommen stabil ist und du wirklich jeden Euro brauchst für die Möblierung, dann *könnte* es klappen. Aber das Risiko bei Jobverlust ist enorm.
Interessante Frage – ich sitze selber gerade an meiner Karriereplanung und überlege, ob 2-3 Jahre Wartezeit für mich strategisch sinnvoll sind. Was ich bisher gesammelt habe: 100%-Finanzierung Hauskauf: Welche Bank macht das überhaupt noch? – da hab ich früher mitdiskutiert. Die meisten seriösen Banken machen 100% nur, wenn dein Gehalt es wirklich hergeben lässt. Sonst ist das zu hohes Ausfallrisiko. Meine Strategie: Erst Karriereschritt machen, dann verhandeln mit besserer Position.