Moin zusammen, ich stehe gerade vor einer interessanten Entscheidung für meine Werkstatt. Ich brauche eine neue Drehmaschine für rund 18.000 Euro – relativ schnell verfügbar, aber nicht heute noch nötig.
Der Lieferant bietet mir Ratenkauf an: 36 Monaten, 2,9% Zinsen, keine versteckten Kosten soweit ich das sehe. Gleichzeitig habe ich von meiner Bank ein Kreditangebot bekommen – 4,2% über 48 Monate.
Auf den ersten Blick wirkt der Ratenkauf günstiger, aber mich beschäftigt da was. Beim Ratenkauf bin ich an den einen Anbieter gebunden, kann die Maschine nicht einfach zurückgeben wenn ich sie doch nicht brauche. Beim Bankkredit habe ich mehr Flexibilität – ich könnte die Maschine auch privat verkaufen und den Kredit mit den Einnahmen teilweise tilgen.
Wie rechnet ihr denn sowas? Sind das nur die Zinssätze, oder muss ich bei Ratenkauf noch was beachten? Habt ihr Erfahrung damit, ob Lieferanten-Finanzierungen wirklich so günstig sind wie sie aussehen, oder zahlt man da irgendwo drauf?
Naja, 2,9% ist attraktiv, aber eins solltest du wissen: der Lieferant kalkuliert das in den Kaufpreis ein. Frag mal, ob er dir nen Skonto gibt wenn du bar zahlst. Oft kriegst du 3-5% Rabatt und damit schlägt dein Bankkredit gar nicht so schlecht ab.
Über die effektiven Kosten sollte man auch nachdenken wie zum Beispiel: beim Ratenkauf kriegst du typischerweise auch ne Versicherung drauf die der Lieferant dir empfiehlt – rund 0,5-1% extra. Beim Bankkredit zahlst du nur Zinsen, fertig.
Achtung bei Ratenkauf – schau dir die Vertragsbedingungen an. Manche Lieferanten-Finanzierungen haben Klauseln, dass die Maschine nicht verkauft werden darf solange Sie noch Schulden haben. Das ist der versteckte Nachteil, den keiner erwähnt.
Hallo Stefan, das ist genau die Frage die ich mir auch gerade stelle – bin nämlich auch gerade beim Auto-Ratenkauf hängend geblieben. Der Unterschied zwischen 2,9% und 4,2% klingt minimal, aber über 18k sind das ja schnell 1000€ mehr bei der Bank. Wie wichtig ist dir denn die Ausstiegs-Option wirklich? Wenn du das nicht brauchst, würde ich einfach die Zinsen multiplizieren und schauen was bleibt.