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Nebenberuflich selbstständig 2026: Erste Schritte und Erfahrungen?

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Wolfgang Bauer
Beiträge: 12
Themenstarter
(@wolfgang-bauer)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#44]

Hallo zusammen,

ich bin seit knapp 12 Jahren in einem mittelständischen Unternehmen angestellt – Vollzeit, klassisch. Seit einiger Zeit überlege ich ernsthaft, nebenberuflich selbstständig zu werden, um ein zweites Standbein aufzubauen. Nicht weil ich dringend Geld bräuchte, sondern weil ich langfristig mehr Unabhängigkeit anstrebe und ehrlich gesagt auch beruflich nicht mehr so ganz ausgelastet bin.

Meine Idee wäre im Dienstleistungsbereich, konkret etwas mit Beratung in meinem Fachbereich. Aber bevor ich irgendetwas anmelde, würde ich gern von Leuten hören, die das schon gemacht haben oder gerade dabei sind.

Mich beschäftigen vor allem folgende Fragen:
- Wie habt ihr das mit dem Arbeitgeber geregelt? Brauche ich dessen Zustimmung oder reicht eine Meldung?
- Was muss ich beim Finanzamt beachten, also wann bin ich Klein­unternehmer, wann nicht mehr?
- Wie habt ihr am Anfang eure ersten Aufträge bekommen?
- Und wie habt ihr das zeitlich hingekriegt – gerade jetzt im Sommer, wo bei vielen eh die Luft raus ist?

Ich stehe wirklich am Anfang und habe noch keine konkreten Zahlen oder Pläne, nur die Idee. Würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen teilt – egal ob positive oder negative. Danke schon mal!

Viele Grüße
Wolfgang


2 Antworten
Sandra Hoffmann
Beiträge: 16
(@s-hoffmann26)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Kurze Ergänzung noch zum Thema Kleinunternehmerregelung: Die Grenzen wurden tatsächlich zuletzt angepasst, da lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Fassung des §19 UStG. Ich hab mich mit sowas in einem anderen Kontext beschäftigt, als ich mich mit steuerlichen Compliance-Fragen bei Geschäftskonten auseinandergesetzt hab – da merkt man schnell, dass man vermeintlich kleine Regelungen nicht ignorieren sollte. Mein Rat: Einmal zu einem Steuerberater, auch wenn's Geld kostet. Die erste Stunde zahlt sich fast immer aus.


Antwort
Markus Hoffmann
Beiträge: 5
(@markus_h78)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das etwas anders als die Vorredner hier. Die Frage nach der Arbeitgeberzustimmung ist nicht pauschal zu beantworten – kommt sehr auf den Tarifvertrag und die Branche an. Ich hab im Bereich Geschäftskonten und Unternehmensfinanzen einiges mitgemacht und kann sagen: Wer als Angestellter nebenberuflich Beratungsleistungen anbietet, sollte auf jeden Fall prüfen ob das arbeitsrechtlich wettbewerbsrechtlich okay ist – nicht nur beim eigenen AG melden, sondern auch den genauen Tätigkeitsbereich abgrenzen. Da hab ich schon woanders drüber geschrieben, das betrifft auch das Thema Geschäftskonto – von Anfang an privat und geschäftlich trennen, das spart später viel Ärger mit dem Finanzamt.


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