Hallo zusammen,
ich bin seit gut zwei Jahren als Tech-Consultant selbstständig und muss mich langsam systematisch mit meiner Vorsorge auseinandersetzen. Bei der Krankenversicherung stehe ich aktuell vor einer echten Entscheidung: Bleibe ich in der GKV (derzeit ca. 480€/Monat mit schwankendem Einkommen) oder wechsle ich zur PKV?
Ich versuche das datengestützt anzugehen. Was ich bisher recherchiert habe: PKV-Tarife starten bei mir (Mitte 30, keine Vorerkrankungen) bei ca. 250-350€ monatlich, aber die Leistungen sind teilweise besser und die Beitragsstabilität ist interessant. Andererseits kenne ich die Rückkehr-Hürden und möchte keine leichtfertige Entscheidung treffen.
Wie kalkuliert ihr das? Gibt es einen Punkt, ab dem sich der Wechsel wirklich rechnet – nicht emotional, sondern rechnerisch? Und wie geht ihr mit der Unsicherheit beim Einkommen um? Sollte ich eine minimale Einkommensgrenze als Orientierungspunkt setzen?
Freue mich auf Erfahrungswerte und konkrete Zahlen.
Hi Martin K.,
gute Frage, ich hab mich damit auch rumgeschlagen. Mein Tipp: Schreib dir eine einfache Exceltabelle, in der du dein durchschnittliches Jahreseinkommen der letzten zwei Jahre nimmst und dann unterschiedliche Szenarien durchspielst – also PKV-Beitrag gegen GKV-Beitrag plus Zusatzbeitrag.
Bei mir war der Knackpunkt weniger der reine Monatsbeitrag, sondern die Volatilität. Mit schwankendem Einkommen hatte ich immer Sorge, dass mir die GKV-Beiträge bei schlechten Monaten zu sehr aufs Budget drücken. PKV ist da kalkulierbarer. Allerdings: Das macht sich wirklich erst ab ca. 4-5k netto monatlich im Durchschnitt rentabel, sonst zahlst du eher drauf.
Was mir geholfen hat, war auch eine Art Breakeven-Punkt zu rechnen – also wann spart die PKV wirklich Geld. Bei mir waren es ungefähr 3-4 Jahre. Und ehrlich gesagt: Die Unsicherheit bleibt, aber mit nem ordentlichen Spreadsheet wird sie zumindest kalkulierbar.
Würde sagen, gib dir selbst noch ein Jahr Zeit mit den Zahlen.
Grüße,
Marco