Hallo zusammen,
als Projektmanager bin ich beruflich ziemlich eingespannt und suche nach einer effizienten Lösung für meine Altersvorsorge. Bisher hab ich hauptsächlich über die betriebliche Altersvorsorge gespart, aber jetzt überlege ich, ob ich nicht diversifizierter aufstellen sollte.
Mein Arbeitgeber bietet eine Direktversicherung mit Entgeltumwandlung an - die würde er mit 20% bezuschussen. Alternativ könnte ich das Geld in einen breit gestreuten ETF-Sparplan stecken. Bei der Direktversicherung lockt natürlich der Arbeitgeberzuschuss, aber ich hab das Gefühl, dass da noch andere Kosten lauern, die mir keiner so richtig transparent macht.
Bei ETFs weiß ich zumindest, was an TER anfällt, aber bei Versicherungsprodukten blicke ich bei den ganzen Gebührenstrukturen ehrlich gesagt nicht durch. Verwaltungskosten, Abschlusskosten, Fondskosten - das ist alles ziemlich undurchsichtig.
Jetzt wo der Frühling da ist und ich wieder mehr Projekte draußen plane, möchte ich auch meine Finanzen strukturierter angehen. Hat jemand von euch Erfahrungen mit beiden Varianten gemacht? Wo verstecken sich die höchsten Kosten wirklich?
Hi,
kann deine Überlegungen gut nachvollziehen. Hab als IT-Consultant ähnliche Abwägungen durchgemacht. Der Arbeitgeberzuschuss bei der Direktversicherung ist erstmal verlockend, aber die versteckten Kosten sind wirklich ein Problem. Bei den meisten Direktversicherungen hast du Abschlusskosten von 2-4% der Beitragssumme, dazu kommen jährliche Verwaltungskosten von oft 1-1,5%. Das frisst den Zuschuß teilweise wieder auf.
Bei ETFs zahlst du transparent nur die TER, meist 0,2-0,7% p.a., fertig. Dafür hast du aber natürlich keinen Arbeitgeberzuschuss.
Mein Tipp: Schau dir mal die Garantiezinsen der Direktversicherung an - die sind aktuell meist lächerlich niedrig. Wenn du als Projektmanager eh schon risikogewohnt bist, würde ich persönlich zu einem Mix tendieren. Vielleicht den Mindestbetrag für den AG-Zuschuß mitnehmen und den Rest in ETFs. So nutzt du beide Welten aus.
Die Flexibilität bei ETFs ist auch nicht zu unterschätzen - bei Direktversicherungen bist du oft sehr unflexibel was Beitragsanpassungen angeht.
Grüße
Andreas