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[Gelöst] Notgroschen aufbauen mit 1.400€ netto – realistisch oder Illusion?

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Markus T.
Beiträge: 7
Themenstarter
(@markus_88)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#36]

Hallo zusammen,

ich weiß nicht ob das hier schon diskutiert wurde, aber ich steh gerade echt auf dem Schlauch und brauche mal frische Augen von außen.

Ich verdiene ca. 1.400€ netto im Monat (Teilzeit, 30h, Lagerarbeit). Nach Miete, Nebenkosten, Lebensmitteln, KFZ-Versicherung und dem ganzen Standardkram bleiben mir realistisch so 80-120€ übrig – und das auch nur wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Letzte Woche war die Waschmaschine kaputt, Monat davor gab's eine Nachzahlung beim Strom. Ihr kennt das sicher.

Jetzt kommt der Sommer und ich merk wie die Ausgaben wieder steigen – Lüfter läuft die halbe Nacht durch, Freunde wollen irgendwo hinfahren, man kauft mehr Getränke etc. Ich hab keinen Urlaub geplant weil ich mir das schlicht nicht leisten kann, aber allein die kleinen Sommersachen fressen schon was weg.

Mein Ziel wäre eigentlich ein Notgroschen von 2-3 Monatsausgaben, also so 2.500-3.000€. Aber wie soll ich das aufbauen wenn ich kaum was übrig hab und ständig irgendwas dazwischenkommt?

Hat jemand von euch das wirklich aus einer ähnlichen Situation geschafft? Was war euer erster konkreter Schritt? Ich suche keine Theorie sondern echte Erfahrungen.


1 Antwort
Thomas Kellner
Beiträge: 6
(@thomask94)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Kenn das Thema, hab mich da selbst mal intensiver reingelesen – auch im Zusammenhang mit dem Tagesgeld vs. Geldmarkt-ETF-Thread hier im Forum, wo's um die Frage ging wo man den Notgroschen überhaupt parkt. Aber erstmal zum Aufbau:

Bei 80-120€ Puffer ist die Wahrheit: du wirst den Notgroschen nicht in einem Rutsch aufbauen. Das ist kein persönliches Versagen, das ist schlicht Mathematik. Was aber funktioniert, ist ein separates Konto – am besten bei einer anderen Bank – und da monatlich automatisch 30-40€ drauf überweisen lassen. Direkt nach Gehaltseingang, nicht was übrig bleibt.

Klingt lächerlich wenig, ich weiß. Aber nach einem Jahr sind das 360-480€ die du sonst garantiert irgendwie ausgegeben hättest. Das ist kein vollständiger Notgroschen, aber ein Anfang und psychologisch macht es was mit dir wenn du siehst dass da was wächst.

Die Sommersachen: Ich würd mal konkret durchrechnen was der Lüfter im Monat wirklich kostet (meistens deutlich weniger als gefühlt) und bei den Freizeitausgaben einfach transparent sein. 'Ich spar gerade, mach nur mit wenn's günstig ist' – wer das nicht respektiert, naja.

Der Hauptfeind bei kleinem Einkommen sind die unregelmäßigen Ausgaben wie deine Waschmaschine. Da hilft eigentlich nur ein kleines mentales Jahresbudget: Was könnte alles kaputtgehen oder fällig werden? Aufschreiben und durch 12 teilen. So weißt du was du monatlich eigentlich brauchst – und was wirklich übrig bleibt.


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