Hi zusammen,
die Inflation macht mir echt Kopfzerbrechen und ich überlege, mit Rohstoff-Futures gegenzusteuern. Bisher hab ich nur ETFs und ein paar Einzelaktien, aber nach dem Winter mit den hohen Energiekosten denk ich, dass ich da diverser aufstellen sollte.
Meine Frage: Welche konkreten Futures nutzt ihr denn zur Absicherung? Ich les überall von Öl, Gas, Weizen usw., aber welche macht wirklich Sinn? Und vor allem - wie viel Prozent eures Depots steckt ihr da rein? Ich hab ca. 45k zur Verfügung und überlege mit 10-15% anzufangen.
Bin noch relativ neu bei Futures, deshalb wär ich für konkrete Erfahrungen dankbar. Welche Broker nutzt ihr? Sind die Margin-Anforderungen sehr hoch? Und habt ihr schon mal richtig Verluste gemacht damit?
Jetzt im Frühjahr plant man ja wieder mehr fürs nächste Jahr - da wär so eine Strategie vielleicht der richtige Zeitpunkt zum Einstieg?
Danke schon mal für eure Tipps!
Also ich hab vor nem Jahr angefangen mit kleinen Beträgen bei Futures. Nutze hauptsächlich Erdgas und Kupfer, jeweils ca. 3-4% vom Depot. Bei Interactive Brokers sind die Margins ganz ok.
Aber ehrlich - am Anfang hab ich ziemlich Lehrgeld bezahlt. Die Rollkosten bei längerfristigen Positionen sind nicht zu unterschätzen. Würd dir echt empfehlen erstmal mit Paper Trading zu üben.
Hallo Tobias,
aus meiner Sicht solltest du sehr vorsichtig mit Futures anfangen. Ich beschäftige mich schon länger mit Inflationsschutz - hatte ja auch schon mal die Tagesgeld-Diskussion hier - und Futures sind wirklich nicht ohne.
Wenn überhaupt, dann würde ich maximal 5% des Depots nehmen, nicht 10-15%. Öl-Futures (WTI, Brent) sind noch am ehesten nachvollziehbar, aber die Volatilität ist brutal. Agricultural Futures wie Weizen sind sehr wetterabhängig.
Alternativ schau dir lieber Rohstoff-ETCs an, die haben geringere Margin-Risiken. Bei Futures kannst du theoretisch mehr verlieren als du eingesetzt hast - das wird oft unterschätzt.
Hi Tobias,
kann Andreas nur zustimmen - 10-15% sind definitiv zu viel für den Anfang! Ich hab letztes Jahr auch überlegt in Richtung Rohstoffe zu gehen, aber bin dann bei diversifizierten ETFs geblieben. Die Komplexität bei Futures ist nicht ohne, vor allem die Contango-Problematik bei längerfristigen Haltedauern.
Falls du trotzdem willst: Fang mit maximal 2-3% an und schau wie du damit klarkommst. Energy-Futures sind momentan sehr volatil wegen der geopolitischen Lage.