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Tagesgeld 1,5% bei Inflation - verliere ich wirklich Geld?

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Andreas Kremer
Beiträge: 2
Themenstarter
(@andreas-kremer)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen
[#29]

Hallo zusammen,

meine Freundin und ich diskutieren gerade über mein Tagesgeldkonto. Hab da aktuell etwa 25k drauf zu 1,5% Zinsen. Sie meint aber, dass ich trotzdem Geld verliere wegen der Inflation und sollte das lieber anders anlegen.

Ist das wirklich so? Ich dachte immer, solange ich Zinsen bekomme ist das besser als unterm Kopfkissen. Aber sie sagt, wenn die Inflation höher ist als die Zinsen, dann wird mein Geld weniger wert.

Kann mir das mal jemand erklären? Ich checks ehrlich gesagt nicht so ganz. Die 1,5% sind doch immerhin besser als nichts, oder? Und sicher ist es ja auch.

Was macht ihr denn mit eurem Geld? Bin eigentlich eher der vorsichtige Typ und mag keine großen Risiken. Das Tagesgeld war für mich perfekt, weil ich jederzeit rankommen kann.

Danke schon mal für eure Hilfe!


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3 Antworten
Klaus Hoffmann
Beiträge: 2
(@klaushoffmann52)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

Deine Freundin liegt richtig. Bei der aktuellen Inflationsrate von knapp unter 3% machst du mit 1,5% Tagesgeld definitiv Verlust - real gesehen.

Ich kann deine Vorsicht verstehen, bin selbst schon älter und war früher auch skeptisch. Aber irgendwann muss man umdenken. Die Zeiten von 4-5% Festgeld sind erstmal vorbei.

Mein Tipp: Behalte 10-15k als eiserne Reserve auf dem Tagesgeld, den Rest solltest du wirklich breiter anlegen. ETFs sind eine gute Sache, auch Aktienfonds wenn's betreut sein soll.

Und lass dich nicht von kurzfristigen Schwankungen verrückt machen. Wer 2008 oder 2020 verkauft hat aus Panik, hat Lehrgeld bezahlt.


Antwort
Marcus Kaufmann
Beiträge: 0
(@marcus9263)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen

Hi Andreas,

deine Freundin hat leider recht. Das nennt sich Realzins - also Nominalzins minus Inflation. Wenn die Inflation aktuell bei sagen wir mal 2,8% liegt und du nur 1,5% Zinsen bekommst, dann verlierst du real 1,3% Kaufkraft pro Jahr.

Einfaches Beispiel: Mit deinen 25k kannst du heute einen bestimmten Warenkorb kaufen. In einem Jahr hast du 25.375€, aber der gleiche Warenkorb kostet dann wegen der Inflation 25.700€. Du hast also weniger Kaufkraft.

Ich hatte mal ähnliche Diskussionen - am Ende musst du schauen, ob du das Risiko eingehen willst. ETFs wären eine Option, aber halt mit Schwankungen.


Antwort
Martin Weber
Beiträge: 3
(@vorsorgeplus47)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

Das ist ein klassisches Problem! Die Inflation nagt wirklich an der Substanz. Bei 1,5% Zinsen und beispielsweise 3% Inflation verlierst du jedes Jahr 1,5% deiner Kaufkraft.

Aber versteh mich nicht falsch - Tagesgeld hat trotzdem seine Berechtigung als Notgroschen. Für 3-6 Monatsausgaben würde ich es auch behalten. Aber darüber hinaus solltest du dir wirklich Gedanken über Alternativen machen.

ETFs auf den MSCI World oder All-World wären eine Möglichkeit. Langfristig schlagen die die Inflation meist deutlich. Ja, es schwankt, aber über 10-15 Jahre war's historisch immer positiv.

Vielleicht startest du erstmal mit nem kleinen Betrag zum reinschnuppern? 500€ monatlich in nen ETF-Sparplan oder so?


Antwort