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Graphit-Investitionen für Batterien: Natürlich vs. synthetisch - wo liegt die Zukunft?

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Martin Weber
Beiträge: 3
Themenstarter
(@vorsorgeplus47)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#88]

Hallo zusammen,

als langjähriger Investor in Rohstoffe beschäftige ich mich gerade mit Graphit-Investments. Bei der ganzen Diskussion um Batterien für E-Autos und Speicher höre ich immer wieder zwei verschiedene Ansätze:

1. Natürlicher Graphit aus Minen (China dominiert hier stark)
2. Synthetischer Graphit aus Petrolkoks

Bei den Seltenen Erden kenne ich mich mittlerweile ganz gut aus, aber bei Graphit bin ich unsicher. Die Chinesen kontrollieren etwa 70% der natürlichen Produktion, aber synthetic graphit scheint technisch oft besser zu sein für Anoden.

Was denkt ihr: Sollte man eher in Unternehmen investieren, die natürlichen Graphit abbauen (Risiko China-Abhängigkeit), oder in die synthetische Produktion? Oder ist das alles schon zu spät, weil neue Batterietechnologien Graphit komplett ersetzen werden?

Mein Portfolio ist bisher stark auf REE fokussiert, aber für die Diversifikation würde ich gerne 10-15% in Graphit umschichten. Plant jemand von euch ähnliches für den Sommer oder wartet ihr noch ab?

Danke für eure Einschätzungen!


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7 Antworten
Felix Müller
Beiträge: 3
(@felix_97)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hey! Also ich hab mich auch damit beschäftigt, weil meine Freundin in der Materialforschung arbeitet.

Das mit den neuen Batterietechnologien stimmt schon - Silizium-Anoden kommen immer mehr. Aber bis die Massenproduktion läuft, dauert das noch Jahre. Graphit wird mindestens bis 2030 dominant bleiben.

Bin selbst eher Team synthetisch, auch wenn's teurer ist. Die Qualität ist einfach konstanter und du bist nicht von chinesischen Launen abhängig. Hab mir für den Urlaub vorgenommen, mal nach europäischen Herstellern zu schauen - gibt ein paar kleinere in Norwegen und Schweden.


Antwort
Anja Weber
Beiträge: 13
(@a-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Die Diskussion zeigt schön das Dilemma: Jeder hat andere Prioritäten.

Meiner Erfahrung nach ist bei Rohstoff-Investments die Kostenkurve entscheidend. Natürlicher Graphit aus China wird auf absehbare Zeit die günstigste Option bleiben.

Synthetischer Graphit ist ein Nischensegment für Premium-Anwendungen. Kann profitabel sein, aber der Markt ist begrenzt.

Für Privatanleger würde ich gemischte Rohstoff-ETFs empfehlen statt Spezialwetten auf einzelne Materialien. Das Risiko-Rendite-Verhältnis ist ausgewogener.


Antwort
Marcus Hoffmann
Beiträge: 8
(@marcus-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Interessanter Ansatz! Bei Emerging Markets sehe ich das ähnlich kritisch wie bei Graphit - die Abhängigkeit von einzelnen Regionen ist immer ein Risiko.

Synthetischer Graphit hat meiner Meinung nach bessere Zukunftschancen. Ja, ist teurer in der Produktion, aber dafür weniger geopolitische Risiken und oft bessere Qualität für High-End-Batterien. Tesla und Co setzen auch verstärkt auf synthetic.

Bei natürlichem Graphit ist das China-Risiko real - ähnlich wie bei den REE. Wenn Beijing wieder mal die Exportzügel anzieht, stehen alle Abnehmer dumm da.

Für 10-15% Portfolioanteil würde ich auf gemischte ETFs setzen statt Einzelaktien. Da ist das Risiko besser verteilt.


Antwort
Marcus Kellner
Beiträge: 3
(@anlageprofi34)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Nach 15 Jahren Erfahrung mit Rohstoff-Investments rate ich zur Vorsicht bei Trend-Themen.

Graphit ist aktuell gehypt, aber die Margen sind unter Druck. Natürlicher Graphit wird immer billiger bleiben als synthetischer - das ist einfach Physik und Ökonomie.

China-Risiko hin oder her: Wer die niedrigsten Produktionskosten hat, gewinnt langfristig. Außer, es gibt massive politische Interventionen.

Meine Strategie wäre: 60% natürlich, 40% synthetisch über ETFs. Einzelaktien sind mir zu riskant bei der aktuellen Bewertung. Und nicht vergessen - Recycling wird immer wichtiger. Da entstehen neue Player.


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