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Emerging Markets Rohstoffe: Politikwechsel-Risiko bei Wahlen berücksichtigen?

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Thomas Hartmann
Beiträge: 3
Themenstarter
(@t-hartmann)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#83]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiver mit Rohstoffinvestments in Emerging Markets und frage mich, wie ihr das Risiko von Politikwechseln einschätzt. In vielen rohstoffreichen Ländern stehen in den nächsten 2 Jahren wichtige Wahlen an - Argentinien, Indonesien, Südafrika um nur einige zu nennen.

Meine Überlegung: Neue Regierungen ändern oft die Rohstoffpolitik drastisch. Höhere Förderabgaben, Nationalisierungen, Exportbeschränkungen - sowas kann ja Investment-Pläne komplett über den Haufen werfen. Andererseits sind die Bewertungen oft attraktiv und das Rohstoff-Exposure interessant für die Portfolio-Diversifikation.

Konkret überlege ich bei einem brasilianischen Eisenerz-Konzern und zwei südafrikanischen Platin-Minern. Die Fundamentaldaten sehen gut aus, aber die politischen Unwägbarkeiten machen mir Kopfzerbrechen. Plant man sowas einfach als höheres Risiko ein mit entsprechend kleiner Position? Oder gibt es Indikatoren, die helfen die Wahrscheinlichkeit von drastischen Policy-Änderungen besser abzuschätzen?

Wie geht ihr damit um? Habt ihr schon mal Lehrgeld bei solchen politischen Wendungen bezahlt?


1 Antwort
Sabine Krüger
Beiträge: 3
(@sabine89)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Politikrisiko ist definitiv real, aber oft überschätzt. Ich hab vor ein paar Jahren schon mal bei Investments zu viel auf mögliche negative Szenarien geschaut statt auf die Chancen.

Meine Erfahrung: Die meisten Regierungen in rohstoffreichen Ländern sind pragmatischer als erwartet. Radikale Änderungen kommen seltener vor als befürchtet, weil die Länder auf die Exporterlöse angewiesen sind. Brasilien ist da ein gutes Beispiel - trotz verschiedener politischer Wechsel blieb die Bergbaupolitik relativ stabil.

Trotzdem würd ich nie mehr als 5-8% vom Depot in einzelne EM-Rohstoffaktien stecken. Diversifikation über mehrere Länder ist wichtig. Bei den südafrikanischen Platin-Minern wär ich aktuell vorsichtiger - die Streikkultur dort ist zusätzlich zum Politikrisiko ein Faktor.


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