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Stock-Picking Satellitenstrategie: 15% Einzeltitel zu Core-ETF dazumischen?

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Martin Schröder
Beiträge: 8
Themenstarter
(@vorsorgepro38)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#45]

Moin zusammen,

sitze gerade bei dem schönen Wetter auf der Terrasse und grübel über meine Anlagestrategie nach. Aktuell hab ich 85% meines Portfolios in MSCI World/EM ETFs (70/15 Aufteilung) und überlege, ob ich die restlichen 15% für gezieltes Stock-Picking nutzen soll.

Meine Überlegung: Mit den ETFs hab ich die breite Diversifikation, aber gleichzeitig könnte ich mit ein paar handverlesenen Einzelaktien versuchen, etwas Alpha zu generieren. Denke da an Unternehmen, die ich gut kenne und deren Geschäftsmodell ich verstehe - sowas wie Microsoft, ASML oder auch deutsche Werte wie SAP.

Bisher war ich immer strikter ETF-Only-Anleger, aber nachdem ich die letzten Monate mehr über Unternehmensbewertung gelesen hab, reizt es mich schon. Andererseits weiß ich auch, dass statistisch gesehen die meisten Privatanleger mit Stock-Picking schlechter abschneiden als der Markt.

Wie seht ihr das? Ist ein kleiner Einzelaktien-Anteil als "Satellitenstrategie" vertretbar oder sollte ich bei der langweiligen aber bewährten ETF-Strategie bleiben? Falls ihr selbst Stock-Picking betreibt - wie groß ist euer Anteil?

Danke für eure Einschätzungen!


3 Antworten
Thomas Krüger
Beiträge: 7
(@thomask58)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Mach's doch einfach! 15% sind völlig ok.

Ich hab selbst etwa 20% Einzelaktien und bin damit ganz gut gefahren. Klar, manchmal läuft's schlechter als der ETF, manchmal besser. Aber es macht halt auch mehr Spaß und man lernt viel über Unternehmen und Märkte.

Bei der aktuellen Marktlage würd ich allerdings erstmal abwarten - die Bewertungen sind schon ziemlich hoch.


Antwort
Marcus Köhler
Beiträge: 12
(@marcus-koehler)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Grundsätzlich finde ich Stock-Picking als Beimischung nicht verkehrt, würde aber ein paar Punkte zu bedenken geben:

1. Die Opportunitätskosten: Wenn du mit deinen Einzelaktien nur marktübliche Rendite erzielst, hättest du dir den Aufwand sparen können.

2. Steuerliche Nachteile gegenüber thesaurierenden ETFs nicht vergessen.

3. Die Namen die du nennst sind alle sehr bekannt und gut analysiert - da ist es schwer, noch unterbewertete Perlen zu finden.

Wenn du's trotzdem machen willst: Vielleicht eher in Richtung Value-Investing und weniger bekannte, aber solide Unternehmen schauen? Bei meiner Analyse von Marktindizes hab ich gemerkt, dass oft die unscheinbaren Positionen die besten Performer sind.

15% sind aber definitiv eine sinnvolle Obergrenze.


Antwort
Hans Weber
Beiträge: 9
(@h-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo VorsorgePro38,

aus meiner Sicht ist ein moderater Einzelaktien-Anteil durchaus vertretbar, solange man sich der Risiken bewusst ist. 15% sind eine vernünftige Größenordnung - nicht zu viel, dass es das Gesamtportfolio gefährdet, aber genug um potentiell etwas Mehrrendite zu erzielen.

Wichtig ist meiner Erfahrung nach, dass man wirklich nur in Unternehmen investiert, die man versteht. Die von dir genannten Titel sind solide Qualitätsunternehmen mit nachvollziehbaren Geschäftsmodellen. Bei meiner Enkelin hab ich damals auch einen kleinen Einzelaktien-Baustein mit reingenommen.

Ein paar Regeln solltest du dir aber setzen: Diversifikation auch bei den Einzeltiteln (nicht alles in Tech), maximale Positionsgröße pro Aktie (z.B. max. 3% des Gesamtportfolios) und emotionale Disziplin. Viele scheitern daran, dass sie ihre Verlierer zu lange halten und Gewinner zu früh verkaufen.

Probier es einfach mal mit einem kleineren Anteil aus - 10% zum Start und schauen wie es läuft.


Antwort
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