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Robo-Advisor im Vergleich: Lohnt sich die Gebühr?

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Helmut Krause
Beiträge: 16
Themenstarter
(@helmut69)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#191]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Frage, ob ein Robo-Advisor für mich als Pensionär sinnvoll sein könnte. Meine Situation: Ich habe ein Portfolio aus ETFs und einigen Dividendenwerten, die ich selbst zusammengestellt habe. Das funktioniert gut, aber im Sommer merke ich doch, dass mir die tägliche Betreuung manchmal lästig wird – Rebalancing, Steuerverwaltung, all diese Kleinigkeiten.

Ich habe mir ein paar Anbieter angeschaut. Die Gebühren liegen meist zwischen 0,5% und 1% p.a., dazu kommen noch ETF-Kosten. Mein jetziges Portfolio kostet mich kaum etwas. Ich frage mich: Zahle ich da nur für Komfort, oder bekomme ich echten Mehrwert?

Besonders interessiert mich die Frage für nachhaltige Geldanlage. Einige Robo-Advisor haben ESG-fokussierte Portfolios. Lohnt sich das für meine Enkel, oder spare ich lieber mit günstigen All-World-ETFs?

Wer hat Erfahrungen gemacht? Welche versteckten Vorteile übersehe ich vielleicht?

Danke für eure Gedanken!


2 Antworten
Hans B.
Beiträge: 8
(@h-brckmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich würde das ganz pragmatisch sehen: Robo-Advisor lohnen sich eher nicht für dich, wenn du dein Portfolio ohnehin selbst managst. Das ist wie eine unnötige Gebührenebene. Interessant sind die hingegen für Leute, die gar keine Lust auf Online-Banking und Depot-Verwaltung haben – aber da bist du ja nicht.

Hast du mal geschaut, ob dein jetziger Broker auch Verwaltungsservices anbietet, die günstiger sind? Manche Direktbanken haben sowas im Angebot, ohne dass du die ganze Plattform wechseln müsstest. Das wäre dann minimal invasiv.


Antwort
Heinz Müller
Beiträge: 15
(@sparfuchs67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Helmut, das ist eine sehr berechtigte Frage. Nach 40 Jahren im Bankwesen kann ich dir sagen: Die meisten Robo-Advisor rechnen sich erst ab etwa 100.000€ aufwärts wirklich aus. Bei kleineren Vermögen zahlst du tatsächlich zu viel für den Komfort.

Dein Argument mit dem Rebalancing ist valide – aber ehrlich: Das macht man als erfahrener Anleger, wie du es bist, vielleicht 2-3 mal im Jahr. Der Zeitaufwand ist minimal. Bei der Steuerverwaltung musst du ohnehin selbst aktiv werden, da können dir auch keine Robo-Advisor helfen.

Mein Tipp: Bleib bei deiner Eigenverantwortung. Für nachhaltige Geldanlage für die Enkel: Nutze ESG-ETFs direkt, nicht über einen Robo-Advisor. Die Kostenersparnis ist erheblich. Du kennst dich aus – das ist ein Vorteil, den du nicht bezahlen solltest.


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