Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Schulden endlich in den Griff zu bekommen. Insgesamt habe ich knapp 8.000 Euro Schulden aus einem Konsumentenkredit und Kreditkartenverbindlichkeiten angehäuft – und das ärgert mich selbst am meisten.
Nun habe ich von meiner Bank zwei Optionen bekommen: ein Annuitätendarlehen mit gleichmäßigen monatlichen Raten oder ein Tilgungsdarlehen mit höheren Anfangsraten, die dann sinken. Auf den ersten Blick wirkt das Tilgungsdarlehen verlockend, weil ich schneller aus den Schulden rauskomme. Aber die höheren Anfangsraten belasten mein knappes Budget in den nächsten Monaten.
Ich versuche gerade, mein Budget neu zu planen und möchte nicht in dieselbe Falle tappen wie vorher. Was würdet ihr mir raten? Gibt es für meine Situation (relativ kurze Laufzeit, kleiner fünfstelliger Betrag) einen klaren Sieger? Und wie berücksichtige ich die psychologische Komponente – also welches Modell motiviert mich am ehesten?
Danke für konkrete Erfahrungen!
Tobias, ich hab mich auch schon lange nicht mehr mit dieser Frage beschäftigt, aber der Unterschied sollte man ernst nehmen.
Meines Erachtens kommt es bei 8.000 Euro wirklich auf die genauen Konditionen an. Wenn die Zinsdifferenz zwischen Annuitäts- und Tilgungsdarlehen größer als 0,5–1% ist, lohnt sich das Tilgungsdarlehen durchaus – du sparst am Ende bedeutend Zinskosten.
Allein: Die höheren Anfangsraten sind für dich das Risiko. Du schreibst selbst, dass dein Budget knapp ist. Eine schlechte Liquidität führt oft wieder zu Kreditkarteneinsatz – und dann sitzt du im gleichen Problem. Das musst du ehrlich mit dir selbst klären: Kannst du die erste Jahreshälfte die höheren Raten tragen, ohne dich zu überanstrengen?
Wenn ja → Tilgungsdarlehen (mehr Gesamtersparnis).
Wenn nein → Annuität (sicherer und psychologisch heilsamer).
So würde ich es sehen.
Hi Tobias,
glückwunsch, dass du dich aktiv damit auseinandersetzt! Für deine Situation würde ich eher zum Annuitätendarlehen tendieren. Hier mein Gedanke: Mit 8.000 Euro und wahrscheinlich 24–48 Monaten Laufzeit sind die Unterschiede in der Gesamtbelastung gar nicht so dramatisch, wie man denkt.
Das Wichtigere ist die psychologische Komponente, die du erwähnst. Wenn du konstante Raten hast, kannst du das viel besser in deine neue Budgetplanung einplanen. Das Tilgungsdarlehen könnte dich anfangs überfordern – und genau das ist der Punkt, wo du wieder in alte Muster verfällst.
Ein Tipp von mir: Schau nicht nur auf die Eckdaten, sondern berechne dir mal konkret beide Szenarien durch (Gesamtzinsen, monatliche Last). Dann siehst du, ob der Ersparnisses bei der schnelleren Tilgung für dich den zusätzlichen Stress wert ist. Meine Vermutung: eher nicht.
Für diese Summe und deine Zielsetzung völlig unkritisch. Annuität ist die bessere Wahl, weil planbarer.