Moin zusammen,
brauche mal euren Rat zu einem Dilemma. Bin aktuell bei der DKB mit dem kostenlosen Girokonto und der Visa zufrieden. Nutze das vor allem für Reisen (war letztes Jahr viel in Osteuropa unterwegs) und die Gebührenfreiheit ist schon super.
Jetzt wirbt Revolut aber massiv mit ihrer Metal-Karte für 13,99€/Monat. Das Cashback-System sieht verlockend aus: 1% auf alle Ausgaben, 0,1% auf Krypto. Bei meinen durchschnittlich 1.200€ Monatsausgaben wären das theoretisch 144€ Cashback im Jahr. Minus die 167,88€ Jahresgebühr bleibe ich trotzdem im Minus.
ABER: Die anderen Features klingen interessant. Lounge-Zugang (fliege 3-4x im Jahr), bessere Wechselkurse, keine Auslandsgebühren bis 400€/Monat. Die DKB hat ja auch keine Auslandsgebühren, aber nur bei Aktivkunden.
Bin 39, verdiene ganz normal (3.200€ netto), keine Luxus-Ansprüche. Plane diesen Sommer wieder eine längere Osteuropa-Tour mit dem Wohnmobil. Letztes Jahr hatte ich mit der DKB überhaupt keine Probleme.
Wie seht ihr das? Rechtfertigen die Revolut-Features den Aufpreis, oder sollte ich bei der bewährten DKB-Kombi bleiben? Hat jemand Erfahrungen mit beiden Systemen?
Moin Markus,
puh, 13,99€ im Monat für 'ne Karte... das ist schon 'ne Ansage. Ich bin jetzt 52 und hab schon viele "Premium"-Angebote kommen und gehen sehen.
Deine Rechnung zeigt es ja schon: selbst mit 1% Cashback kommst du bei 1.200€ Ausgaben nicht über die Kosten. Das ist schon mal ein rotes Tuch für mich.
Die DKB macht ihren Job solide. Klar, die Aktivkunden-Regel nervt manchmal, aber wenn du regelmäßig 700€ Geldeingang hast, ist das doch kein Problem. Und ehrlich: Lounge-Zugang für 3-4 Flüge im Jahr? Da zahlst du locker 40€ pro Nutzung, wenn du die Kartengebühr umlegst.
Bei Osteuropa-Reisen würde ich sogar eher zur DKB tendieren. Die ist dort etabliert, während Revolut als britischer Anbieter manchmal noch Akzeptanzprobleme hat. Hatte letztes Jahr in einem anderen Thread schon mal über solche Kostenfallen diskutiert.
Mein Rat: Bleib bei der DKB und investier die 168€ lieber in deine Reisekasse.
Aus rein wirtschaftlicher Sicht macht Revolut Metal bei deinem Profil wenig Sinn. Die Mathematik ist eindeutig: 167,88€ Jahresgebühr gegen maximal 144€ Cashback = Verlustgeschäft.
Zwei wichtige Punkte werden oft übersehen:
1. Revolut Metal hat ein monatliches Cashback-Limit von 25€. Bei deinen 1.200€ Ausgaben erreichst du das locker, bekommst aber nicht mehr. Real sind es also maximal 300€ Cashback jährlich, nicht unbegrenzt.
2. Die "besseren Wechselkurse" bei Revolut gelten nur werktags. Am Wochenende kommen Aufschläge dazu. Für Privatnutzer oft irrelevant, aber es zeigt: Marketing vs. Realität.
Die DKB bietet solide Leistungen ohne Schnickschnack. Gerade für Osteuropa-Reisen ist die Akzeptanz der Visa deutlich besser als bei Revolut-Mastercards.
Fazit: Marketing-Blase vs. bewährte Realität. Spar dir die 168€ jährlich für sinnvollere Investments.