Also ich hab so eine Kreditlinie seit Jahren und grundsätzlich ist das schon ein nützliches Werkzeug, will das nicht schlechtreden. Aber ich würde Werner6868 dringend raten, nicht nur die Zinskonditionen zu verhandeln, sondern auch die Laufzeit bzw. Kündigungsfristen.
Bei manchen Banken kann die Linie mit relativ kurzer Frist (teils sogar fristlos "bei wichtigem Grund") gekündigt werden. In einer Unternehmenskrise – und die kommt manchmal unerwartet – verlierst du dann genau dann die Liquidität, wenn du sie am dringendsten brauchst. Das ist kein theoretisches Risiko.
Auch wichtig: Manche Banken koppeln die Kreditlinie an bestimmte Bedingungen, z.B. dass ein Mindestanteil der Umsätze über das Konto läuft. Wer dann einen Zweitkonto-Anbieter nutzt, kann da plötzlich Probleme bekommen.
Insgesamt: Lass den Vertrag im Zweifel von jemandem mit Ahnung gegenlesen, bevor du unterschreibst. Steuerberater können das oft, oder ein Unternehmensberater. Für die Zinsen lohnt sich außerdem ein Vergleich mit anderen Banken – selbst wenn du am Ende bei der Hausbank bleibst, gibt dir ein Konkurrenzangebot Verhandlungsmasse.