Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor der Entscheidung, ein Geschäftskonto zu eröffnen, und stolpere immer wieder über dieses Thema Mindesteinlage. Bei einigen Banken – vor allem Genossenschaftsbanken und Sparkassen – wird ja teils eine Einlage von 500€ oder mehr verlangt, bevor das Konto überhaupt richtig nutzbar ist. Das ist für mich gerade keine optimale Lösung, weil ich das Kapital lieber flexibel halten möchte.
Bei den reinen Onlineanbietern scheint das ja anders zu sein – Qonto, Holvi, Fyrst und Co. werben zumindest nicht mit Mindesteinlagen. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Gibt es da versteckte Hürden, die man erst nach der Kontoeröffnung merkt? Oder läuft das wirklich so unkompliziert, wie die Webseiten versprechen?
Ich bin Einzelunternehmer, habe überschaubaren Zahlungsverkehr (vielleicht 20-30 Buchungen im Monat), brauche SEPA-Überweisungen, eine Karte und im Idealfall einen vernünftigen CSV- oder DATEV-Export für den Steuerberater. Große Bargeldmengen bewege ich nicht.
Es wäre super, wenn jemand konkrete Erfahrungen teilen könnte – positiv wie negativ. Jetzt im Sommer plane ich, das ganze Thema Unternehmensorganisation endlich anzugehen, solange das Geschäft etwas ruhiger läuft. Danke schon mal!
Ich kann aus meiner Erfahrung sagen: Bei den reinen Digitalanbietern ist die Mindesteinlage tatsächlich kein Thema. Ich habe selbst kein Geschäftskonto, aber ich beschäftige mich schon länger mit Kontenstrukturen, auch im Zusammenhang mit anderen Finanzfragen – ich hab zum Beispiel im Thread zu Dividenden-Aktien als Rentner mitgeschrieben, wo es auch um Kapital ging, das man nicht unnötig binden möchte. Das Prinzip ist ähnlich: Liquidität ist Liquidität.
Zu Qonto kann ich sagen, dass dort definitiv keine Mindesteinlage verlangt wird. Der DATEV-Export funktioniert laut Berichten gut, kostet aber je nach Tarif extra oder ist nur in höheren Paketen enthalten – das solltest du vorher genau prüfen. Holvi hat meines Wissens den deutschen Markt inzwischen etwas zurückgefahren, da würde ich mich nochmal aktuell informieren.
Fyrst (Deutsche Bank) ist interessant, weil dahinter eine große Bank steckt – das gibt manchen Steuerberatern ein besseres Gefühl. Auch dort keine Mindesteinlage. Bei deinem Buchungsvolumen von 20-30 im Monat würde ich ehrlich gesagt auch auf die Transaktionspreise achten, nicht nur auf die Grundgebühr.
Fyrst hab ich selbst kurz getestet, war okay aber die App fand ich ehrlich gesagt nicht berauschend. Für 20-30 Buchungen im Monat reicht das aber locker. Mindesteinlage – nein, die gibts da nicht.