Seite wählen

Geschäftskonto: Wel...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Geschäftskonto: Welche Gebühren tauchen erst nach Monaten auf?

5 Beiträge
5 Benutzer
20 Reactions
48 Ansichten
Florian B.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@florianbeck)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#133]

Hey zusammen,

ich bin seit ein paar Monaten selbstständig und habe mir natürlich direkt ein Geschäftskonto zugelegt. Ich teste ja regelmäßig verschiedene FinTech-Tools und versuche meine Ausgaben möglichst automatisiert im Blick zu behalten – aber beim Geschäftskonto bin ich gerade etwas ernüchtert.

Ich habe angefangen, meine monatlichen Kontoauszüge systematisch durch eine Budgetplanungs-App zu jagen, und dabei festgestellt, dass ich im Laufe der Zeit immer wieder kleine Beträge abgebucht bekomme, die ich anfangs gar nicht auf dem Schirm hatte. Einmal war es eine Gebühr für Echtzeitüberweisungen, die ich versehentlich genutzt hatte, dann irgendwas für Kartenumsätze über einem bestimmten Limit – total intransparent.

Jetzt frage ich mich: Welche Gebührenarten tauchen bei Geschäftskonten typischerweise erst nach einigen Monaten auf, also Dinge, die man beim Abschluss kaum bemerkt? Ich denke an:

- Buchungspostengebühren ab einer bestimmten Anzahl
- Gebühren für SEPA-Lastschriften oder Echtzeitüberweisungen
- Kosten für Zusatzkarten oder Unterkonten
- Jahresgebühren, die monatlich verteilt wirken

Hat jemand konkrete Erfahrungen gesammelt, welche Posten besonders gerne "versteckt" werden? Ich würde das gerne systematisch auswerten und schauen, ob sich das mit den richtigen Tools automatisiert tracken lässt. Im Sommer habe ich gerade etwas mehr Zeit dafür, deswegen nehme ich das Thema jetzt mal richtig in die Hand.

Florian


4 Antworten
Marco Kellner
Beiträge: 21
(@marco_85)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich muss ehrlich sagen, ich hab für solche Detailanalysen nicht wirklich die Zeit – aber die Frage ist trotzdem relevant. Bei mir war es die Jahresgebühr für eine Zusatzkarte, die mich überrascht hat. Hab die Karte für ein Projekt gebraucht, danach vergessen zu kündigen. Schon waren wieder 30€ weg.

Mein pragmatischer Tipp: Einfach direkt nach Vertragsabschluss einen Kalender-Reminder setzen und nach 11 Monaten alle Gebühren nochmal durchgehen. Klingt banal, hilft aber.


Antwort
Klaus H.
Beiträge: 2
(@klaushermann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das kenne ich aus einer anderen Richtung – ich habe mich beim Tagesgeld und bei Wertpapierdepots schon oft über versteckte Gebühren geärgert, aber beim Geschäftskonto ist es nochmal eine andere Liga.

Was mir selbst aufgefallen ist: Viele Anbieter werben mit einem günstigen Grundpreis, aber die Buchungspostengebühr steht dann irgendwo im Kleingedruckten. Bei meiner damaligen Bank war ab dem 10. Buchungsposten pro Monat plötzlich 0,35€ pro Posten fällig. Klingt wenig, aber wenn man als Selbstständiger 40-50 Buchungen im Monat hat, summiert sich das schnell.

Auch die Unterscheidung zwischen SEPA-Standard und SEPA-Instant wird gerne verwischt. Manche Banken buchen Echtzeitüberweisungen automatisch ab, wenn die Gegenseite das anfordert – und man merkt es erst beim Kontoauszug. Gleiches gilt für Fremdwährungsumsätze, falls man mal eine ausländische Rechnung zahlt.

Ich würde empfehlen: Preisinformation (früher Preisaushang) komplett durchlesen, nicht nur das Infoblatt. Da stehen oft Dinge drin, die im Akquise-Material fehlen.


Antwort
Stefan W.
Beiträge: 21
(@s-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich bin da etwas skeptisch, ob sich der Aufwand für eine vollständige Automatisierung wirklich lohnt, zumindest wenn man kein hohes Transaktionsvolumen hat. Ich hab selbst wenig Zeit zwischen Arbeit und Familie und habe festgestellt: Einmal im Quartal 20 Minuten den Kontoauszug manuell durchschauen reicht oft schon, um merkwürdige Posten zu finden.

Aber zur eigentlichen Frage – was mir aufgefallen ist: Gebühren für Papierkontoauszüge! Klingt absurd, aber manche Banken stellen die automatisch auf postalisch um wenn man sich nicht aktiv für digital entscheidet, und dann kommen 1-2€ pro Monat drauf. Und Gebühren für Rücklastschriften – die tauchen natürlich nur situationsabhängig auf, aber können je nach Anbieter happig sein (ich hab schon 5-12€ pro Rücklastschrift gesehen).


Antwort
Stefan Kramer
Beiträge: 9
(@stefan89)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich hab das Thema Geschäftskonto-Gebühren auch schon intensiv verglichen, ich glaub ich hab sogar mal was dazu geschrieben: Santander vs Commerzbank - welche Gebühren bei 50-80 Überweisungen?

Kurz gesagt: Die Tücken liegen wirklich oft bei den Buchungsposten und bei Sonderleistungen wie Expressüberweisungen. Aber was ich noch ergänzen würde: Aufgepasst bei Konten, die das erste Jahr kostenlos oder reduziert anbieten. Nach Ablauf der Aktionsfrist steigt der Grundpreis, und das steht oft nur in den AGB. Ich hab das bei einem Anbieter selbst erlebt – nach 12 Monaten plötzlich 14,90€ statt 0€ Grundgebühr, ohne aktiven Hinweis.

Für systematisches Tracking würde ich schauen, ob dein Konto eine API oder zumindest einen CSV-Export anbietet. Dann lässt sich das prima in ein Auswertungstool kippen.


Antwort
Teilen: