Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine laufenden Kosten für mein Unternehmen zu überprüfen – der Sommer ist ja immer eine gute Zeit, um solche Dinge in Ruhe anzugehen, wenn etwas weniger los ist. Dabei bin ich auf meine Kontogebühren gestoßen und ehrlich gesagt: Ich zahle aktuell 18 Euro im Monat bei meiner Hausbank, und ich frage mich, ob das 2026 noch zeitgemäß ist.
Ich habe schon ein bisschen recherchiert und bin auf einige Namen gestoßen – Qonto, Holvi, Deutsche Bank Business, aber auch Sparkasse und lokale Volksbanken. Das Problem ist: Ich verliere schnell den Überblick, weil die Gebührenstrukturen so unterschiedlich aufgebaut sind. Manche nehmen wenig pro Monat, aber dann extra für jede Überweisung, andere haben Pauschalmodelle.
Meine Situation: Ich bin Einzelunternehmer, habe im Monat so 40-60 Überweisungen, gelegentlich Bargeldeinzahlungen (eher selten), und brauche einen vernünftigen DATEV-Export für meinen Steuerberater. Internationale Zahlungen kommen kaum vor.
Was zahlt ihr aktuell, und habt ihr in letzter Zeit gewechselt? Worauf würdet ihr besonders achten? Mich interessiert vor allem, was wirklich günstig ist und nicht auf dem Papier günstig aussieht, aber dann durch Einzelgebühren teurer wird.
Danke schon mal!
Ich hab mich mit dem Thema Tagesgeld-Integration beim Geschäftskonto schon länger beschäftigt – den Thread dazu kennst du vielleicht: Geschäftskonto mit integriertem Tagesgeld - welche Banken bieten das?
Für deine Situation mit 40-60 Überweisungen im Monat würde ich Qonto mal genauer anschauen. Im S-Tarif (glaube aktuell ca. 9 Euro/Monat) bekommst du 30 Überweisungen inklusive, danach kostet jede weitere 0,40 Euro. Bei 60 Überweisungen wärst du also bei rund 13 Euro – immer noch günstiger als deine 18 Euro.
Allerdings: DATEV-Export ist bei Qonto inzwischen Standard, das funktioniert gut. Bargeldeinzahlungen sind aber ein echtes Problem bei Neobanken – entweder gar nicht möglich oder nur über Drittanbieter mit Aufpreis.
Wenn Bargeld bei dir wirklich selten vorkommt, ist das aber vertretbar. Ich würde trotzdem erst ein paar Monate parallel laufen lassen, bevor du komplett wechselst.
Kurz und knapp: Schau dir Fyrst Entry an, das ist für dein Profil wahrscheinlich das günstigste am Markt. DATEV-Export funktioniert, Bargeld ist das einzige echte Manko.
ehrlich gesagt find ich 18€ nicht mal so absurd wenn du dafür ne vernünftige Beratung bekommst und alles reibungslos läuft. hab letztes jahr gewechselt zu nem günstigeren anbieter und dann erstmal 2 monate mit dem support gekämpft weil irgendwelche lastschriftmandate nicht richtig übertragen wurden. das hat mich mehr Zeit gekostet als die ersparnis wert war.
aber gut, wenn du weißt was du tust und nur auf die gebühren schaust: Fyrst Entry ist schon günstig. oder bunq Business, die haben auch ne interessante pauschalstruktur inzwischen.
Ich mach sowas regelmäßig für meine Kunden durch – also Gebührenvergleiche bei Geschäftskonten. Mein Fazit für 2026:
Bei deinem Profil (Einzelunternehmer, ~50 Überweisungen/Monat, DATEV, kaum Bargeld, kaum Ausland) kommt es sehr auf die Gesamtrechnung an. Die Faustformel: Monatsgrundgebühr + (Überweisungen über Inklusivkontingent × Einzelpreis) + eventuelle Extras.
Konkret:
- Kontist Premium liegt bei ca. 9 Euro/Monat mit unlimitierten Überweisungen – für dich eigentlich ideal, aber ich habe die Solaris-Bank-Abhängigkeit im Hinterkopf, die war in letzter Zeit nicht ganz unproblematisch.
- Fyrst Entry (Deutsche Bank Tochter) – ca. 0 Euro Grundgebühr, aber jede Überweisung kostet 0,15 Euro. Bei 50 Buchungen also 7,50 Euro netto. Günstig, aber du bist buchungsabhängig.
- GLS Business – für manche interessant wegen Werteorientierung, aber eher im mittleren Preissegment.
Was viele vergessen: Prüfe auch, ob dein Steuerberater mit dem jeweiligen DATEV-Export wirklich gut klar kommt. Da gibt's Unterschiede in der Praxis.