Interessante Frage, ich hab das selbst am Rande mitbekommen als ich mein Konto für Immobilienmieteinnahmen optimiert hab. Meine Erfahrung: Klassische Filialbanken – Sparkasse, Volksbank – sind da tatsächlich am nervösesten. Ich hatte mal eine Rückfrage von meiner Hausbank wegen einer Überweisung an eine größere Börse, das war unangenehm.
Für Krypto-Einnahmen würde ich ein separates Konto empfehlen, schon allein um den Überblick zu behalten. Bei mir hat sich die Trennung von verschiedenen Einkommensströmen generell bewährt – ich hab das auch im Thread zu Alltagsausgaben tracken mal beschrieben, wie viel klarer das Bild dann wird.
Neobanken wie Revolut Business oder Wise sind da erfahrungsgemäß toleranter. Aber ich würd trotzdem vorab deren AGB zu Krypto-Transaktionen checken, die ändern sich nämlich öfter als man denkt.
Ich sehe das ähnlich wie Markus T. – die Kontoauswahl ist hier wirklich nicht das Kernproblem. Ich investiere selbst seit Jahren ohne Krypto und hab mich bewusst dagegen entschieden, aber ich verstehe die Überlegung.
Was ich aus dem ETF-Bereich kenne: Sobald man anfängt, verschiedene Einkommensquellen zu mischen, wird die Steuerdokumentation schnell unübersichtlich. Für Krypto gilt das noch viel mehr, weil jede Transaktion potenziell steuerrelevant ist – auch der Tausch von Bitcoin in Ethereum gilt als Veräußerungsvorgang.
Zur eigentlichen Bankfrage: Ich habe gehört dass Fidor da früher gut war, aber die gibt es ja praktisch nicht mehr in dem Sinne. Neobanken für Geschäftskunden wie Qonto oder Penta (jetzt Kontist übernommen?) sollen offener sein. Aber ich würde das wirklich vorher schriftlich bestätigen lassen – mündliche Zusagen helfen nicht wenn das Konto eingefroren wird.
Ich kenn mich mit Krypto nicht aus, das ist weit weg von meinen Themen. Aber was Konten und Banken angeht: Finger weg von kleineren Privatbanken ohne klare AGB-Aussagen zu digitalen Assets – die machen am schnellsten dicht. Das hab ich aus meiner Zeit im Bankbereich oft genug gesehen.
Als IT-Consultant teste ich solche Kombilösungen gerne systematisch. Meine Kurzfassung: Für Krypto-affine Geschäftskonten schau dir Revolut Business und Wise Business an – beide haben auch brauchbare Multi-Currency-Features falls du mal auf ausländischen Börsen handelst.
Was ich persönlich interessant finde: Manche Neobanken bieten inzwischen Tagesgeld-Optionen direkt am Geschäftskonto, das hab ich hier im Forum schon mal diskutiert. Wenn du also Phasen hast wo du Krypto-Gewinne kurzfristig geparkt haben willst bevor du reinvestierst, kann das praktisch sein.
Nur ein Hinweis: Lies die AGB wirklich durch. Gerade Revolut hat in der Vergangenheit Konten eingefroren wenn hohe Beträgge aus unbekannten Quellen eingegangen sind. Das ist nicht krypto-spezifisch, aber tritt da öfter auf.