Mich beschäftigt eine Frage, die ich mir bisher nur anekdotisch beantwortet habe: Lohnt sich der Wechsel auf Eigenmarkenprodukte wirklich messbar, oder verliere ich durch Qualitätsmängel anderswo wieder Geld?
Ich bin normalerweise data-driven – bei meinen ETF-Analysen tracke ich jeden Basis-Punkt – aber bei Lebensmitteln habe ich das nie systematisch durchgerechnet. Im Juli sind die Preisunterschiede zwischen Marke und Eigenmarke gerade besonders sichtbar (z.B. bei Getränken, Snacks).
Meine Überlegung: Wenn ich beispielsweise bei Grundnahrungsmitteln durchschnittlich 15-20% sparen kann, sollte sich das auf ein Jahresbudget hochrechnen lassen. Aber gleichzeitig frage ich mich: Wie viel "unsichtbaren Mehraufwand" verursacht das? Schlechtere Haltbarkeit, häufigere Lebensmittelverschwendung, weniger Zufriedenheit = versteckte Kosten?
Wie geht ihr da vor? Habt ihr schon mal ausgerechnet, bei welchen Produktkategorien Eigenmarke wirklich Sinn macht und wo ihr lieber zur Marke greift?
Ich bin gerade dabei, mein Haushaltsbuch wieder in Ordnung zu bringen, und genau diese Frage stelle ich mir auch. Für mich ist das Wichtigste: Nicht bei jedem Produkt sparen wollen, sondern wirklich schauen, wo es mir nicht fehlt. Bei Pasta und Konserven – Eigenmarke. Bei frischen Sachen und Dingen, die ich häufig nutze – da gönne ich mir die bessere Qualität. Das ist psychologisch auch wichtig, sonst verliere ich die Lust am Sparen.
Interessante Frage – ich versuche da auch gerade, systematischer zu werden. Nach meiner Berufspause habe ich angefangen, meine Ausgaben genauer zu erfassen, und dabei wird deutlich: Die echte Einsparung liegt oft bei 10-15%, nicht bei den beworbenen 30%. Mein Tipp: Einfach mal zwei Wochen lang parallel tracken – mit Marke und Eigenmarke – und dann die Kosten plus eventuelle Verschwendung addieren. Bei mir waren es unterm Strich etwa 8-12% echte Ersparnisse pro Monat im Grundnahrungsbereich.
Danke für die Frage – genau das Problem habe ich auch! Ich versuche gerade, mein Haushaltbudget besser zu verstehen, und beim Einkaufen merke ich immer, dass ich nicht weiß, ob ich gerade klug oder nur geizig bin. Bei mir ist es so: Bei trockenen Waren (Reis, Pasta, Mehl) nehme ich konsequent Eigenmarke – da schmeckt man keinen Unterschied. Bei Joghurt, Käse und Butter gebe ich lieber ein paar Euro mehr aus, weil mir die Qualität wichtig ist. Vielleicht ist die beste Strategie, selektiv vorzugehen?
Sehe das pragmatisch: Bei Standardprodukten wie Milch, Butter, Grundzutaten bringt Eigenmarke wirklich Ersparnis. Wo ich skeptisch bin – und das habe ich in meinen früheren Recherchen auch gemerkt – sind verarbeitete Produkte. Früher habe ich bei Gehaltsfragen ähnlich datengetrieben argumentiert, und das gleiche Prinzip gilt hier: Fakten sammeln, dann entscheiden.