Hallo zusammen,
ich lese überall von dieser 50/30/20-Regel und dass man davon mindestens 20% sparen sollte. Bei mir geht das aber einfach nicht auf. Ich verdiene 2.800€ netto und müsste ja theoretisch 560€ im Monat sparen können.
Meine fixen Kosten:
- Miete warm: 950€
- Auto (Kredit + Versicherung + Sprit): 380€
- Handy + Internet: 85€
- Lebensmittel: ca. 400€
- Gym: 35€
- Streaming-Dienste: 45€
Das sind schon 1.895€ und dann kommen ja noch Kleidung, mal essen gehen, unvorhergesehene Ausgaben dazu. Am Monatsende ist praktisch nichts mehr da zum Sparen. Wo ist mein Denkfehler? Sind die 2.800€ vielleicht einfach zu wenig oder mache ich was grundlegend falsch?
Danke für eure Hilfe!
Moin Stefan, ehrlich gesagt: deine Ausgaben sind einfach nicht im Rahmen. Ich hab 30 Jahre Berufserfahrung und kenne das von vielen jungen Leuten - man übernimmt sich bei Miete und Auto.
950€ Miete ist für dein Gehalt zu teuer, Punkt. Und 380€ fürs Auto auch. Da musst du ran, sonst wird das nie was mit dem Sparen. Die 50/30/20-Regel ist nicht das Problem, sondern deine Prioritäten bei den Ausgaben.
Fang erstmal klein an: 50€ im Monat sparen ist besser als gar nichts. Aber langfristig musst du bei Miete oder Auto was ändern.
Hi Stefan,
dein Problem liegt meiner Meinung nach an den zu hohen Fixkosten. 950€ Miete bei 2.800€ netto sind schon 34% - das ist definitiv zu viel. Die Faustregel besagt maximal 30% für Wohnen. Dazu kommt dein Auto mit 380€ - das sind nochmal fast 14%. Zusammen hast du schon fast 50% nur für Wohnen und Mobilität.
Mein Tipp: Schau mal nach einer günstigeren Wohnung oder überlege, ob du das Auto wirklich brauchst. Vielleicht reicht auch ein älteres, abbezahltes Fahrzeug? Bei den Streaming-Diensten für 45€ würde ich auch mal schauen - brauchst du wirklich alle?
Die 50/30/20-Regel funktioniert nur, wenn die Grundkosten stimmen. Mit deiner aktuellen Struktur ist Sparen leider schwierig.
Kenne das Problem nur zu gut! Bei mir waren's früher die Kredite die alles aufgefressen haben.
Bei dir ist's halt die Kombination aus teurer Miete und dem Autokredit. 1.330€ nur für Wohnen und Auto ist echt heftig bei dem Einkommen. Kannst du vielleicht mit Mitbewohnern die Miete teilen? Oder Job wechseln für mehr Gehalt?
400€ Lebensmittel find ich auch bisschen viel für eine Person. Da geht bestimmt noch was.
Hey, ich erkenne das Problem gut! Bei 2.800€ netto ist die 50/30/20-Regel tatsächlich schwer umsetzbar, weil die Fixkosten prozentual viel höher sind als bei höheren Einkommen.
Deine 950€ Miete sind schon 34% vom Netto - optimal wären maximal 30%. Das Auto mit 380€ ist auch heftig, das sind nochmal 13,5%. Zusammen sind das fast 48% nur für Wohnen und Mobilität.
Ich würde erstmal bei den Streaming-Diensten anfangen - 45€ ist schon ordentlich, da kann man sicher was kürzen. Beim Auto wäre die Frage: Ist der Kredit noch lange zu bedienen? Falls ja, könnte sich eine Umschuldung lohnen. Hab neulich einen interessanten Thread dazu gelesen: Vergleichsportal 1,9% - Bank bietet 6,8%: Woher der krasse Unterschied? - da ging es um massive Zinsunterschiede bei Krediten.
Realistisch sind bei deinem Einkommen vielleicht erstmal 10-15% Sparquote als Ziel. Das wären immerhin 280-420€. Nicht entmutigen lassen - die Regel ist halt für höhere Einkommen gemacht!