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Mais als Geldanlage: Lohnt sich ein Einstieg im Sommer 2026?

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Hans Kellermann
Beiträge: 1
Themenstarter
(@hanswerner-k)
New Member
Beigetreten: Vor 9 Stunden
[#110]

Guten Tag zusammen,

ich bin Pensionär und verwalte meine Rente seit einigen Jahren selbst. Neben einem kleinen Kryptoanteil interessiere ich mich zunehmend für Rohstoffe als weiteren Baustein. Bisher habe ich mich hauptsächlich mit Edelmetallen beschäftigt, nun bin ich durch einen Zeitungsartikel auf Mais als Agrarrohstoff aufmerksam geworden.

Mein Kenntnisstand ist bei Agrargütern ehrlich gesagt noch sehr begrenzt. Was ich gelesen habe: Die diesjährigen Maisernte-Prognosen in den USA sollen aufgrund der anhaltenden Hitzeperioden im Mittleren Westen unter Druck geraten. Gleichzeitig steigt offenbar die Nachfrage durch die Ethanolproduktion und die Tierfutterwirtschaft weiterhin.

Meine konkrete Frage an die erfahreneren Nutzer hier: Wie kann ich als Privatanleger sinnvoll in Mais investieren, ohne direkt in komplizierte Futures einzusteigen? Gibt es vernünftige ETFs oder Zertifikate, die den Maispreis abbilden, und worauf muss ich bei der Kostenstruktur besonders achten?

Ich plane mein Depot ohnehin gerade für die zweite Jahreshälfte neu, da sich über den Sommer etwas Spielraum ergeben hat. Ein Betrag von etwa 2.000 bis 3.000 Euro könnte ich einsetzen. Aber nur wenn es wirklich solide aussieht.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzungen!


1 Antwort
Andreas Mueller
Beiträge: 5
(@andreas-mueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo,

das Thema kenne ich aus meiner Beratungspraxis – Agrargüter sind bei Privatanlegern oft unterschätzt, aber auch oft missverstanden.

Der wichtigste Punkt vorab: Bei Mais-ETPs (die meisten sind keine klassischen ETFs, sondern Exchange Traded Commodities) sollten Sie unbedingt auf den sogenannten Rollverlust achten. Wenn die Futurestruktur in Contango ist – also Terminpreise höher als der aktuelle Preis – verlieren Sie bei jedem monatlichen Rollvorgang Rendite, ganz unabhängig davon ob der Maispreis steigt. Das erleben viele Anleger als unangenehme Überraschung.

Für einen Betrag von 2.000 bis 3.000 Euro würde ich ehrlich sagen: Die Transaktionskosten und die Komplexität stehen hier in keinem guten Verhältnis. In meiner Beratung rate ich bei solchen Summen eher zu einem breiten Agrar-Basket-ETC als zu einem Einzelrohstoff.

Und noch etwas aus der Praxis: Agrarmärkte reagieren extrem auf Wetterdaten, USDA-Berichte und politische Entscheidungen. Das ist nichts für eine ruhige Rentenaufstellung.


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