Guten Tag zusammen,
ich bin seit einigen Jahren in Pension und beschäftige mich schon länger intensiv damit, meine Ersparnisse möglichst sicher und sinnvoll anzulegen. Aktien oder ETFs kommen für mich ehrlich gesagt nicht mehr in Frage – ich möchte keinen Kursschwankungen ausgesetzt sein und brauche eine gewisse Planbarkeit.
Derzeit habe ich einen größeren Betrag auf einem Tagesgeldkonto liegen. Die Zinsen haben sich ja in den letzten Jahren erheblich verändert, und ich frage mich nun, ob es sinnvoller wäre, einen Teil davon für 12 oder 24 Monate als Festgeld anzulegen. Die Konditionen bei einigen Direktbanken sehen durchaus attraktiv aus.
Mein Hauptbedenken: Ich möchte nicht zu viel Liquidität aufgeben. Da ich im Sommer gelegentlich verreise – dieses Jahr im August nach Österreich – halte ich es für wichtig, einen Teil des Geldes jederzeit verfügbar zu haben. Außerdem plane ich im Herbst kleinere Ausgaben für die Wohnung.
Meine konkrete Frage: Macht es aus Ihrer Erfahrung Sinn, beispielsweise 60% des Betrages in Festgeld umzuschichten und den Rest flexibel auf dem Tagesgeldkonto zu belassen? Oder gibt es andere Überlegungen, die ich dabei beachten sollte – etwa die Einlagensicherung bei ausländischen Anbietern?
Für jeden sachlichen Hinweis bin ich dankbar. Ich lese hier schon eine Weile mit und schätze die ruhige und informierte Diskussionskultur in diesem Forum.
Mit freundlichen Grüßen,
Klaus H.
Hallo Klaus,
ich komme eigentlich aus einer ganz anderen Ecke – interessiere mich eher wieder für Aktien und ETFs nach langer Pause – aber zu Ihrer Frage kann ich trotzdem etwas sagen, weil ich mich gerade intensiv mit verschiedenen Anlageformen beschäftige.
Die 60/40-Aufteilung klingt eigentlich vernünftig für Ihre Situation. Was ich bei meiner Recherche mitgenommen habe: Bei ausländischen Direktbanken (vor allem aus Ländern wie Bulgarien oder Rumänien) sollte man wirklich genau hinschauen, welches Einlagensicherungssystem gilt. Innerhalb der EU sind zwar 100.000 Euro gesichert, aber die tatsächliche Auszahlung im Ernstfall kann je nach Land erheblich länger dauern als in Deutschland.
Was vielleicht noch interessant wäre: Manche Banken bieten gestaffelte Festgeld-Laufzeiten an, also z.B. nicht alles auf 24 Monate, sondern einen Teil auf 12 und einen Teil auf 24 Monate verteilen. Dann haben Sie regelmäßig Geld "frei" ohne auf alles warten zu müssen.
Bin gespannt was die erfahreneren Leute hier dazu sagen!