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Weizen-Futures vs Agrar-ETFs - was macht bei 15k Einstieg mehr Sinn?

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Marco Kellner
Beiträge: 15
Themenstarter
(@marco_85)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#72]

Hi zusammen,

bin gerade dabei mein Portfolio breiter aufzustellen und überlege seit Wochen, ob ich mit 15k in Weizen-Investments einsteigen soll. Hab schon klassische ETFs (World/EM) und bisschen Crypto, aber bei den ganzen Klimawetter-Geschichten und Inflation denk ich mir, Agrarrohstoffe könnten ne gute Ergänzung sein.

Nun bin ich aber echt unschlüssig zwischen direkten Weizen-Futures und nem breiteren Agrar-ETF. Bei Futures hab ich Sorge wegen der Komplexität und Rollkosten, aber andererseits ist man direkt am Weizen-Preis dran. Agrar-ETFs sind einfacher zu handeln, aber da sind dann auch Soja, Mais etc. mit drin.

Hab gelesen dass jetzt im Sommer die Ernteprognosen für Herbst wichtig werden - sollte ich noch warten oder ist das eher egal für längerfristige Anlage (3-5 Jahre)? Bei meiner Bank gibts auch Weizen-Zertifikate, aber da kenn ich mich noch weniger aus.

Wie macht ihr das mit Agrarrohstoffen? Direktinvestment oder über ETFs/Fonds? Und wie viel Prozent vom Depot sollten das maximal sein?

Danke schonmal!


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5 Antworten
Lukas Hartmann
Beiträge: 21
(@l-hartmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kann Werner nur zustimmen bezüglich der Futures-Komplexität. Ich hatte vor kurzem eine ähnliche Überlegung bei meiner Portfoliodiversifikation und bin letztendlich bei einem DJP (Invesco DB Agriculture Fund) gelandet.

Zum Timing: Die Sommermonate sind tatsächlich wichtig für Preisbildung, da jetzt die Ernteschätzungen für die Nordhalbkugel kommen. Aber bei mehrjährigem Anlagehorizont würde ich das nicht überbewerten. Klimawandel und wachsende Weltbevölkerung sprechen strukturell für höhere Agrarpreise.

Ein reiner Weizen-ETF wie der Teucrium Wheat Fund könnte auch interessant sein, falls du wirklich spezifisch auf Weizen setzen willst.


Antwort
Lena K.
Beiträge: 21
(@lena96)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da muss ich H.Weber aber widersprechen! Gerade jetzt mit all den extremen Wetterereignissen werden Agrarrohstoffe immer wichtiger als Diversifikation.

@Marco_85: Schau dir mal den Xtrackers DBLCI Optimum Yield Commodity an, der hat gute Agrar-Gewichtung und die Rollkosten sind optimiert. Oder den WisdomTree Agriculture 3x Daily Leveraged, aber nur wenn du bereit bist für mehr Volatilität.

Ich hab etwa 8% meines Depots in verschiedenen Rohstoff-ETFs und bereue es nicht. Gerade in den letzten Monaten haben die gut performed als Inflationsschutz.


Antwort
Hans Weber
Beiträge: 9
(@h-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Muss hier mal eine andere Perspektive einbringen: Warum überhaupt Agrarrohstoffe als Privatanleger? Die Korrelation mit Aktien ist nicht so niedrig wie oft behauptet, besonders in Krisenzeiten.

Wenn du unbedingt willst, dann maximal 5% und über ETF. Aber ehrlich gesagt würde ich das Geld lieber in weitere Aktiendiversifikation stecken - Emerging Markets, Small Caps oder Sektoren-ETFs. Da hast du langfristig bessere Renditechancen bei weniger Komplexität.

Die ganzen Klimawandel-Argumente sind schön und gut, aber vergiss nicht: Auch die Landwirtschaft wird effizienter, neue Anbauflächen werden erschlossen.


Antwort
Werner Kleinhans
Beiträge: 12
(@werner52)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also bei 15k würd ich definitiv nicht direkt in Futures gehen, Marco. Das ist schon sehr komplex und die Rollkosten fressen oft mehr auf als man denkt. Hab das mal mit Rohöl probiert vor Jahren - war nicht so berauschend.

Schau dir lieber erstmal nen vernünftigen Agrar-ETF an, da hast du automatisch Diversifikation und musst dich nicht um Kontraktlaufzeiten kümmern. Ja, ist nicht nur Weizen, aber gerade als Einstieg ist das besser. Bei der aktuellen Wettersituation kann sich eh schnell was ändern - mal ist Weizen knapp, dann wieder Soja.

Was die Gewichtung angeht: Mehr als 5-10% vom Gesamtdepot würd ich nicht machen. Rohstoffe sind halt sehr volatil und korrelieren manchmal stark miteinander.


Antwort
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