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Batterietechnologie-Wandel: Wann wird Kobalt überflüssig für E-Autos?

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Thomas Hartmann
Beiträge: 10
Themenstarter
(@t-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#81]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Thema Batterierohstoffe und bin etwas unsicher bezüglich der langfristigen Perspektiven. Aktuell sind ja sowohl Lithium als auch Kobalt essentiell für E-Auto-Batterien, aber ich lese immer häufiger von neuen Technologien.

Meine Überlegung: Tesla und andere setzen bereits verstärkt auf LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat), die komplett ohne Kobalt auskommen. Gleichzeitig wird an Natrium-Ionen-Batterien geforscht, die theoretisch sogar weniger Lithium brauchen könnten.

Jetzt plane ich für den Sommer eine größere Umschichtung in meinem Depot und überlege, ob ich stärker auf Lithium-Werte setzen soll oder doch lieber bei Kobalt bleiben. Die Frage ist: Wie schnell wird sich die Batterietechnologie wirklich wandeln?

Kobalt hat den Vorteil, dass es auch in anderen Bereichen gebraucht wird (Superlegierungen, Katalysatoren), aber die E-Auto-Nachfrage war ja der große Treiber der letzten Jahre.

Wie schätzt ihr das ein? Wird Kobalt in 5-10 Jahren noch relevant für Batterien sein oder sollte man da eher aussteigen? Und sieht Lithium wirklich so rosig aus, wenn die alternativen Batterietechnologien kommen?

Freue mich auf eure Einschätzungen!

Viele Grüße
T.Hartmann


3 Antworten
Stefan Mueller
Beiträge: 5
(@stefan-mueller13)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hey,

aus studentischer Sicht würd ich sagen: Lithium ist der sichere Pick für die nächsten Jahre. Kobalt wird immer mehr ausgeschlichen, Tesla zeigt ja den Weg.

Aber Vorsicht bei zu viel Spekulation - als Student hab ich das bei anderen Themen schon bereut. Vielleicht erstmal klein anfangen?

Stefan


Antwort
Thomas Kellner
Beiträge: 20
(@thomask42)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Servus T.Hartmann,

sehr gute Analyse von dir! Ich sehe das ähnlich wie Lisa, würde aber noch einen Punkt ergänzen: Die Recycling-Quote bei beiden Metallen wird entscheidend sein.

Kobalt lässt sich sehr gut recyceln (über 90% Recovery-Rate), Lithium ist da deutlich schwieriger. Wenn die Kreislaufwirtschaft richtig anläuft, könnte das die Rohstoffnachfrage dämpfen.

Zu den Technologien: Natrium-Ionen sind noch mindestens 5 Jahre von der Marktreife entfernt. LFP dominiert bereits, aber nur in bestimmten Segmenten. Premium-E-Autos werden wahrscheinlich noch lange auf kobalthaltige Chemien setzen.

Meine Strategie: 60% Lithium, 40% Kobalt. Lithium hat das größere Wachstumspotenzial, Kobalt ist der defensivere Play mit weniger Volatilität.

Bei Emerging Markets hab ich gelernt, dass oft die weniger gehypten Investments stabiler performen.

Grüße
Thomas


Antwort
Lisa Müller
Beiträge: 11
(@lisa_1998)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi T.Hartmann,

interessante Frage! Ich hab mich da auch schon öfter mit beschäftigt. LFP-Batterien sind wirklich auf dem Vormarsch, besonders in China. Tesla nutzt die ja schon massiv für ihre Standard-Modelle.

Aber: Kobalt wird nicht von heute auf morgen verschwinden. High-End E-Autos und vor allem Flugzeug-Batterien brauchen immer noch die hohe Energiedichte von NMC-Batterien. Und wie du sagst, Kobalt hat andere Anwendungen.

Das Problem bei Lithium seh ich eher darin, dass alle darauf setzen. Die Minen werden ausgebaut was das Zeug hält, könnte zu Überangebot führen. Bei ETF-Investments hab ich gelernt, dass Herdentrieb oft problematisch ist.

Mein Take: Diversifizieren! Ein bisschen von beiden, aber nicht alles auf eine Karte setzen. Die Technologie entwickelt sich zu schnell für sichere 10-Jahres-Prognosen.

LG Lisa


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