Hallo zusammen,
ich hab 30.000€ auf der hohen Kante und überlege schon länger, ob ich nicht in eine Immobilie als Kapitalanlage investieren sollte. Bin 34 Jahre alt, hab ein stabiles Einkommen von ca. 4.200€ netto und keine größeren Schulden.
Meine Überlegung: Eine kleine Wohnung oder vielleicht ein Apartment kaufen und vermieten. Aber ehrlich gesagt blick ich bei den ganzen Finanzierungsoptionen nicht mehr durch. Reichen 30k überhaupt als Eigenkapital? Hab gehört man braucht mindestens 20% vom Kaufpreis plus Nebenkosten.
Was sind denn realistische Kaufpreise mit meinem Budget? Und welche Bank gibt mir überhaupt einen Kredit? Die Zinsen sind ja auch nicht mehr so niedrig wie vor ein paar Jahren.
Hab auch schon überlegt ob so ein Crowdinvesting in Immobilien nicht einfacher wäre, aber da hat man ja keine echte Immobilie...
Freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps! Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
Also ich würde an deiner Stelle erstmal schauen was in deiner Region überhaupt verfügbar ist. 30k reicht definitiv nicht für eine vernünftige Immobilie wenn du alles sauber finanzieren willst.
Mein Tipp: Spar erstmal weiter und schau dir den Markt genau an. Immobilienpreise sind in vielen Gegenden immer noch überteuert.
Hallo Stefan,
aus meiner Sicht sollten Sie zunächst eine detaillierte Marktanalyse für Ihre Region durchführen. 30.000€ Eigenkapital sind grundsätzlich ein guter Start, aber Sie müssen die Gesamtfinanzierung durchrechnen.
Wichtige Punkte:
- Kaufpreis sollte maximal 120.000-140.000€ betragen
- Nebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer, Makler) nicht vergessen
- Mietrendite vor Steuern sollte mindestens 5-6% betragen
- Instandhaltungsrücklage einplanen (ca. 1€/qm/Monat)
Alternativ könnten Sie auch über REITs oder offene Immobilienfonds nachdenken. Diese bieten Diversifikation ohne die Risiken des direkten Immobilienbesitzes.
Bei Ihrer Einkommenssituation würde ich auch prüfen, ob nicht ein ETF-Sparplan zunächst sinnvoller wäre, um das Eigenkapital weiter aufzubauen.
Hi Stefan,
30k ist schon ein guter Anfang, aber du solltest realistisch bleiben. Mit 20% Eigenkapital plus Nebenkosten (ca. 10-12%) brauchst du bei einer 150k Wohnung schon 45-48k nur für den Kauf. Das heißt du könntest maximal in Richtung 120-130k Kaufpreis schauen.
Bei deinem Nettoeinkommen bekommst du vermutlich einen Kredit von 300-400k, das ist nicht das Problem. Das Problem ist eher: lohnt sich so eine kleine Wohnung überhaupt? Die Renditen sind oft mager, besonders nach Steuern und Verwaltung.
Überleg dir auch: Willst du wirklich Vermieter werden? Mietnomaden, Reparaturen, Verwaltung... das kann nerven. Ich hab schon mal über ETF-Kosten geschrieben - vielleicht wäre ein Immobilien-ETF für den Anfang sinnvoller?