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Als Berufseinsteiger: Gehalt richtig verhandeln ohne naiv zu wirken?

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Thomas Kellner
Beiträge: 3
Themenstarter
(@thomas-kellner)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#82]

Hi zusammen, ich sitze gerade in einer interessanten Situation. Nächsten Monat fange ich meine erste richtige Stelle an (nach Studium + Praktika), und jetzt kam die Frage nach Gehaltsvorstellungen auf. Das angebotene Brutto liegt bei 38k – für die Region und Position eigentlich okay, aber ich habe überall gelesen, dass man 10-15% mehr fordern kann.

Mein Problem: Ich kenne die üblichen Verhandlungstricks aus Ratgebern natürlich, aber ich frage mich, ob ich die als völliger Anfänger einfach anwenden kann, ohne dass ich abstoßend wirke oder sogar das Angebot zurückgezogen wird. Gleichzeitig möchte ich nicht naiv in den Job starten und gleich beim ersten Gehalt Geld liegenlassen.

Wie seid ihr da vorgegangen? Habt ihr konkrete Argumentationslinien genutzt, die nicht nach Lehrbuch klingen? Und wie wichtig ist die Verhandlung wirklich für die langfristige Karriereplanung – oder sollte ich das als Junior einfach mitnehmen und erst später was rausholen?


3 Antworten
Thomas Keller
Beiträge: 9
(@thomas-keller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage. Der Punkt ist: Verhandeln ist immer wichtig, aber als Berufseinsteiger musst du nicht wie jemand mit 10 Jahren BE argumentieren. Statt die 15%-Formel zu spielen, würde ich mir ansehen, ob bei den 38k versteckte Kosten oder unscharfe Zulagen reingerechnet sind. Manche Arbeitgeber nehmen kleine Tricks wie flexibles Homeoffice statt mehr Brutto, oder eben genau austariert auf dem Papier niedrig. Das würde ich erstmal hinterfragen, bevor ich wild prozentual verhandele. Was genau ist denn in den 38k enthalten?


Antwort
Thomas Krieger
Beiträge: 10
(@thomas-krieger)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Verhandlung macht Sinn, aber bei Juniors oft überbewertet. Das Gespräch selbst ist für dich wichtiger als die Summe – du lernst deine Grenzen kennen, wie die Firma reagiert, welche Hebel es gibt. Ganz kalt 38k zu akzeptieren wäre merkwürdig, aber auch nicht verkehrt. Ich würde sagen: eine Gegenposition machen (40-41k), kurz begründen, dann schnell akzeptieren wenn sie bei 39 bleiben. Nicht festbeißen.


Antwort
Wolfgang Bauer
Beiträge: 12
(@wolfgang-bauer)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Wichtig ist der Gesamtbild-Ansatz: Was ist mit Bonusregelung, Home-Office-Budget, Fortbildungen, Arbeitszeiten? Oft verstecken sich da echte Einsparungen oder Gewinne. Ein Junior sollte nicht wie ein erfahrener Profi argumentieren, sondern zeigen: Ich bin motiviert, ich kenne die Position, und ich kenne auch meinen Marktwert. Die Verhandlung selbst ist ein Test – wie gehen beide Seiten miteinander um? Das wirkt sich später aus.


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