Hey zusammen,
ich bin Marco, Projektleiter mit 8 Jahren Erfahrung, und stehe gerade an einem interessanten Punkt: Der Wechsel in eine Führungsposition steht bevor, aber vorher möchte ich noch testen, ob mir ein Zusatzeinkommen über ein eigenes Online-Business hilft, finanzielle Sicherheit zu schaffen – bevor ich mehr Verantwortung übernehme.
Jetzt die Frage: Macht es Sinn, parallel zur Karriereplanung ein Dropshipping- oder Etsy-Geschäft hochzuziehen? Meine Sorge ist ehrlich gesagt, dass ich mich selbst zersplittere. Mit Gehaltsverhandlungen und Weiterbildung bin ich schon eng getaktet.
Auf der anderen Seite: Wenn ich ein skalierbares System aufbaue (passive Einnahmequelle), könnte ich damit unabhängiger in Verhandlungen gehen. Oder ist das Wunschdenken?
Was ich konkret wissen möchte:
– Braucht Dropshipping oder Etsy wirklich 15-20h/Woche, oder funktioniert auch 5-7h möglich?
– Welches Modell hat weniger operative Last, wenn es läuft?
– Wie realistisch ist es, damit in 12 Monaten 1.500-2.000€ monatlich zu verdienen?
Danke für ehrliche Erfahrungen!
Hi Marco! Ich kenne dein Dilemma – ich habe früher auch überlegt, nebenbei was aufzubauen, bin aber über die Grundlagen nie hinausgekommen.
Zu deinen Fragen: Dropshipping braucht wirklich mehr als die beworbenen 5-7h. Etsy ist anfangs auch stressig. Aber ehrlich? Mit 1.500-2.000€ monatlich kommst du realistisch erst nach 18+ Monaten hin – wenn überhaupt.
Mein Tipp: Nutze die nächsten Monate eher für solide Weiterbildung und Gehaltsverhandlung. Das bringt dir *sicher* mehr – und schneller – als ein unsicheres Sideproject. Später, wenn deine Führungsrolle stabil läuft, kannst du immer noch starten.
Welche Weiterbildungen hast du denn im Blick für den Jump in die Führungsposition?
Interessante Situation, Marco. Ich habe über ein Jahrzehnt mit passivem Einkommen experimentiert – und gelernt, dass die Startphase alles andere als passiv ist.
Dropshipping vs. Etsy konkret für dich: Etsy hat weniger Abhängigkeiten (du kontrollierst Lieferant + Qualität selbst), Dropshipping ist anfangs schneller skalierbar, braucht aber kontinuierliche Ads-Optimization. Mit 5-7h/Woche erreichst du 1.500€ monatlich nur, wenn die Nische bereits etabliert und getestet ist – also nicht in Jahr eins.
Hier meine ehrliche Perspektive: Deine Führungsposition ist *jetzt* die primäre Einkommschance. Sie ist kalkulierbar, skaliert dein Gehalt direkt, und gibt dir *echte* finanzielle Sicherheit. Das Sideproject später – wenn du deine neue Rolle stabilisiert hast – wird erfolgreicher sein, weil du dann strategischer vorgehen kannst. Jetzt starten = Energie sprengen.
Marco, wichtige Frage – aber ich muss kritisch sein: Bei Dropshipping werden dir gerne 5-7h/Woche versprochen, die Realität sieht anders aus. Nicht nur Kundenbetreuung und Reklamationen (dein Produktqualitätsrisiko!), sondern auch ständige Optimierung von Ads, Lieferantenkommunikation.
Bei Etsy ist die Zeitlast anfangs höher (Produktfotos, SEO, Beschreibungen), wird aber stabiler. Allerdings: Mit 1.500€ Zielgewinn rechne ich eher bei 800-1.200€ realistisch in Jahr eins.
Deine eigentliche Frage verstehe ich aber: Du willst Unabhängigkeit vor Gehaltsverhandlungen. Mein Rat – und ich sag das ohne Umschweife – wäre, erst die Führungsposition zu sichern und zu *erleben*, wie die zeitlich läuft. Ein Sideproject als "Verhandlungspuffer" anzustarten, während du noch nicht weißt, ob die neue Rolle dich 50 oder 60 Stunden frisst, ist strategisch fragwürdig.