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Robo-Advisor für Rentner - welchen Sinn macht das bei meiner Situation?

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Werner Schmidt
Beiträge: 1
Themenstarter
(@werner-schmidt)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen
[#68]

Hallo zusammen,

ich bin seit diesem Frühjahr im Ruhestand und beschäftige mich gerade intensiv mit der optimalen Anlage meines Kapitals. Bisher habe ich mein Geld recht konservativ angelegt - hauptsächlich Festgeld und ein paar deutsche Aktien, die ich schon ewig besitze.

Nun höre ich überall von diesen Robo-Advisors wie Scalable oder quirion. Die werben damit, dass sie automatisch ein Portfolio für mich zusammenstellen und regelmäßig anpassen. Das klingt ja ganz praktisch, zumal ich ehrlich gesagt nicht so viel Zeit und Lust habe, mich permanent um Rebalancing und dergleichen zu kümmern. Andererseits frage ich mich, ob ich als Rentner nicht besser selbst die Kontrolle behalte und mir ein einfaches Portfolio aus ein paar ETFs zusammenstelle.

Ich habe etwa 150.000 Euro zur Verfügung, die ich gerne langfristig anlegen möchte - nicht alles auf einmal, aber nach und nach. Sicherheit ist mir wichtig, aber eine gewisse Rendite brauche ich auch, um die Inflation auszugleichen. Jetzt in der warmen Jahreszeit nutze ich die Zeit, um mich endlich mal richtig mit dem Thema zu beschäftigen.

Was meint ihr - Robo-Advisor oder lieber selbst machen? Hat jemand Erfahrungen mit beiden Varianten?


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1 Antwort
Andreas Kremer
Beiträge: 15
(@andreas-kremer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo,

aus meiner Erfahrung im Finanzbereich kann ich dir sagen: Robo-Advisor haben durchaus ihre Berechtigung, aber in deiner Situation würde ich eher zur Selbstverwaltung tendieren. Bei 150k und dem Wunsch nach Kontrolle ist ein einfaches 3-4 ETF Portfolio oft die bessere Lösung.

Die Gebühren bei Robo-Advisors summieren sich über die Jahre, und ehrlich gesagt - das Rebalancing einmal im Jahr ist wirklich kein Hexenwerk. Du kaufst z.B. einen MSCI World, einen Emerging Markets ETF und vielleicht noch Anleihen dazu. Einmal im Jahr schaust du, ob die Gewichtung noch stimmt und passt gegebenenfalls an.

Als Rentner hast du ja auch den Vorteil, dass du nicht mehr so lange Anlagehorizonte brauchst wie ein 30-Jähriger. Da kann eine selbstbestimmte, etwas konservativere Aufteilung (60/40 oder sogar 50/50 Aktien/Anleihen) mehr Sinn machen als das, was ein Algorithmus für dich zusammenstellt.

Die Zeit, die du jetzt investierst um dich einzuarbeiten, sparst du dir langfristig durch niedrigere Kosten wieder ein. Und die Kontrolle behältst du auch.


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