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Riester-Rente retten oder beitragsfrei stellen - was ist schlauer?

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Thomas Brenner
Beiträge: 1
Themenstarter
(@t-brenner34)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Tag
[#12]

Nach der Energieabrechnung für den Winter hab ich mir mal wieder meine ganzen Versicherungsverträge vorgenommen. Dabei bin ich auf meinen alten Riester-Vertrag von 2009 gestoßen, den ich seit Jahren eher stiefmütterlich behandle.

Kurz zu den Fakten: Klassische Riester-Rentenversicherung bei der Allianz, eingezahlt hab ich bisher etwa 18.000€ inkl. Zulagen. Aktueller Rückkaufswert liegt bei mageren 16.500€ - also schon mal 1.500€ in den Sand gesetzt. Die jährlichen Kosten fressen gefühlt jeden Zugewinn auf.

Jetzt steh ich vor der Frage: Soll ich den Vertrag beitragsfrei stellen und das Desaster wenigstens nicht noch größer werden lassen? Oder gibt es noch eine Möglichkeit, das Ding irgendwie zu "retten"? Anbieterwechsel innerhalb Riester ist ja theoretisch möglich, aber bringt das bei den Wechselkosten überhaupt was?

Ich weiß, Riester war schon damals umstritten, aber der Bankberater hat mir damals eingeredet, dass die Zulagen das schon ausgleichen würden. Klassischer Fall von "Beratung" die hauptsächlich der Provision diente.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir einen rationalen Rat geben? Weiterzahlen bis zur Rente erscheint mir aktuell wie Geld verbrennen.


1 Antwort
Andreas Kremer
Beiträge: 2
(@andreas-kremer)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

Kenne ich nur zu gut aus meiner Zeit als Angestellter im Finanzsektor - bin damals auch auf so eine "Beratung" reingefallen.

Ehrlich gesagt würde ich den Vertrag beitragsfrei stellen. Bei klassischen Riester-Produkten der Allianz sind die laufenden Kosten oft so hoch, dass du selbst mit Zulagen kaum noch ins Plus kommst. Wenn du seit 2009 schon 1.500€ Verlust hast, wird das nicht besser werden.

Einen Wechsel würde ich mir zweimal überlegen - die Wechselkosten plus Neuabschlusskosten beim neuen Anbieter können leicht nochmal 3-4% deines Guthabens kosten. Das holst du bei den aktuellen Zinsen nie wieder rein.

Seit ich selbstständig bin, setze ich lieber auf ETF-Sparpläne über die klassischen Depots. Klar, keine Zulagen, aber die Kostenstruktur ist transparenter und du bleibst flexibel. Die Riester-Zulagen sind nett, aber wenn sie von hohen Verwaltungskosten aufgefressen werden, bringt's halt nichts.

Falls du unbedingt staatlich gefördert sparen willst, wäre höchstens noch Rürup eine Alternative - aber auch da aufpassen bei der Produktwahl.


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