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Berufseinsteiger 2026: Welche Versicherung zuerst abschließen?

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Thomas Brinkmann
Beiträge: 2
Themenstarter
(@t-brinkmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#40]

Hallo zusammen,

ich bin seit April dieses Jahres im ersten richtigen Job – Vollzeit, unbefristet, Gehalt passt soweit. Jetzt sitze ich hier im Sommer, hab endlich etwas Luft (Urlaubsplanung läuft, aber sonst gerade ruhige Phase) und möchte meine Finanzen endlich mal vernünftig aufstellen.

Das Problem: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich anfangen soll. Ich höre von allen Seiten was anderes. Mein Vater sagt, ich soll sofort eine Lebensversicherung abschließen. Ein Kollege meint, BU ist das Wichtigste. Meine Mutter sagt, ich soll erstmal Geld sparen und nichts unterschreiben.

Ich bin 24, wohne zur Miete, keine Kinder, keine großen Schulden außer einem kleinen Studienkredit. Haftpflicht habe ich noch über meine Eltern, weiß aber nicht ob das noch gilt, jetzt wo ich eigene Einnahmen habe.

Fragen die mich beschäftigen:
- Welche Versicherungen sind für meine Situation wirklich Pflicht?
- Gibt es eine sinnvolle Reihenfolge?
- Was kann ich erstmal weglassen, ohne dumm dazustehen?

Ich möchte nicht zu viel auf einmal abbeißen – Budget ist noch begrenzt, ich will aber auch nicht blind in irgendwas reingehen. Habt ihr Erfahrungen aus euren Anfängen oder konkrete Empfehlungen, wie man das strukturiert angeht?

Danke schon mal!
T.Brinkmann


3 Antworten
Hans B.
Beiträge: 8
(@h-brckmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurze Antwort vorweg: Die Haftpflicht über die Eltern endet in der Regel spätestens mit dem Beginn einer Berufstätigkeit – das solltest du wirklich als allererstes klären und wenn nötig sofort eine eigene abschließen. Das ist günstig (oft unter 60 Euro im Jahr) und schützt dich vor existenzgefährdenden Schadensforderungen. Das ist keine Frage von 'vielleicht', sondern von 'sofort'.

Danach, und das würde ich klar als zweite Priorität sehen: Berufsunfähigkeitsversicherung. Ich weiß, die monatlichen Beiträge fühlen sich mit 24 schon happig an, aber gerade deshalb solltest du jetzt abschließen – je jünger und gesünder, desto günstiger. Vorerkrankungen, die du mit 30 hast, können den Abschluss deutlich erschweren oder verteuern.

Von einer klassischen Lebensversicherung, wie dein Vater sie empfiehlt, würde ich ohne Familie und Hypothek erstmal absehen. Das ist in deiner Situation selten sinnvoll.

Altersvorsorge kommt dann Schritt für Schritt – da hab ich selbst einiges ausprobiert, auch mit Blick auf verschiedene Anlageformen. Aber das Fundament zuerst.


Antwort
Rainer Hoffmann
Beiträge: 1
(@r-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das im Großen und Ganzen wie H.Brckmann oben – Haftpflicht ist wirklich nicht verhandelbar, da geh ich voll mit.

Aber ich würde noch einen Punkt ergänzen, der bei Berufseinsteigern oft untergeht: Schau dir an, ob dein Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) anbietet und ob er Beiträge dazuschießt. Seit 2019 ist der Arbeitgeberzuschuss bei Neuverträgen Pflicht – mindestens 15% des umgewandelten Betrags. Das ist quasi geschenktes Geld und sollte man nicht liegenlassen.

Keine Eile dagegen bei Krankenhauszusatz, Zahnzusatz oder ähnlichem – das sind Komfortthemen und die kannst du später noch ergänzen, wenn das Budget entspannter ist.

Und deine Mutter hat gar nicht so Unrecht: Erst mal einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben schaffen, einen kleinen Notgroschen aufbauen (3 Monatsgehälter sind ein guter Richtwert), und dann strukturiert rangehen. Nicht alles auf einmal.


Antwort
Markus S.
Beiträge: 10
(@erdeninvestor39)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich komm aus nem etwas anderen Kontext – bin selbstständig und hab daher ein paar Themen doppelt durchdenken müssen (Geschäftskonto, Absicherung etc., hab dazu auch schon anderswo im Forum geschrieben). Aber der Kern gilt für Angestellte genauso.

Mein praktischer Tipp: Mach erstmal eine Liste mit allem, was du monatlich ausgibst und was reinkommt. Dann wird klarer, wie viel Spielraum du für Versicherungsbeiträge hast – weil sonst kaufst du dir womöglich was, das du dir in drei Monaten wieder nicht leisten kannst und wieder kündigst. Das kostet unnötig Zeit und manchmal auch Geld.

Was ich nach meiner Erfahrung sagen kann: Viele Einsteiger versichern sich gegen Kleinigkeiten und vergessen das Große. Haftpflicht und BU sind die wirklich existenziellen Absicherungen. Alles andere ist nice-to-have.

Ach ja – und lass dich nicht von irgendwelchen Versicherungsvertretern unter Zeitdruck setzen. Der Sommer ist lang genug zum Nachdenken.


Antwort
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