Hallo zusammen,
ich optimiere seit Jahren systematisch meine monatlichen Ausgaben – Versicherungen, Fixkosten, alles kommt regelmäßig auf den Prüfstand. Jetzt habe ich mich endlich rangesetzt, meine Altersvorsorge unter dem gleichen Gesichtspunkt zu durchleuchten: Was bringt mir den besten Gegenwert pro eingesetztem Euro?
Ich bin angestellt, zahle in die gesetzliche Rentenversicherung ein und habe bislang noch keine zusätzliche Altersvorsorge aufgebaut. Jetzt sitze ich vor dem Vergleich Riester vs. Rürup und komme nicht weiter.
Bei Riester sehe ich die Zulagen als interessanten Hebel – quasi eine staatliche Subvention, die ich mitnehmen könnte. Andererseits schrecken mich die Kosten vieler Riester-Produkte ab, die ich in diversen Vergleichen gesehen habe. Bei Rürup wiederum finde ich den Steuereffekt interessant, bin aber unsicher, ob sich das bei meinem Einkommenssteuerstand wirklich rechnet.
Mich interessiert vor allem: Welche der beiden Varianten ist in der Kostenstruktur günstiger? Gibt es Kombinationen oder Tricks, um die staatliche Förderung maximal auszuschöpfen ohne dabei in teure Produkte zu tappen? Und wie rechnet ihr das konkret durch – macht ihr das mit einem Netto-Vergleich über die Laufzeit?
Freue mich auf eure Einschätzungen. Das Thema kommt eigentlich jedes Jahr auf meiner Liste, aber irgendwie schiebt man sowas immer wieder auf – diesen Sommer will ich es endlich abhaken.
Ich kenn das Thema gut – bei mir läuft das ähnlich, ich gehe einmal im Jahr systematisch alle Fixkosten durch und nehme mir das dann auch für die Altersvorsorge vor.
Was ich inzwischen verstanden habe: Die Kostenfrage alleine führt ein bisschen in die Irre. Bei Riester kommt es extrem auf das konkrete Produkt an. ETF-basierte Riester-Fondssparpläne (z.B. über fairr, die gibt es ja leider nicht mehr, oder Sutorbank) waren/sind deutlich günstiger als klassische Versicherungslösungen. Wenn du keine Kinder hast und ein vernünftiges Einkommen, ist der Steuervorteil oft relevanter als die Zulagen.
Für mein Gefühl lohnt sich Rürup eher, wenn du einen höheren Grenzsteuersatz hast – da macht der Abzug wirklich was aus.
Ich würde dir empfehlen, das mit einem Rentenrechner konkret durchzurechnen, z.B. auf finanztip.de gibt es da ganz brauchbare Tools. Die sparen mir jedenfalls viel Zeit bei solchen Vergleichen. Dann siehst du schwarz auf weiß, was sich in deiner Situation lohnt.