Hi zusammen,
wir sind ein kleiner Importeur mit Fokus auf skandinavische Länder (hauptsächlich Schweden und Dänemark) und überlegen gerade unsere Kontostrategie für die zweite Jahreshälfte zu überdenken. Momentan läuft alles über die Sparkasse, aber die Gebühren für SEK und DKK Überweisungen fressen ordentlich in die Marge.
Wise Business wird ja immer wieder als Alternative gepriesen, vor allem wegen der Multicurrency-Konten. Aber kann das wirklich ein vollwertiges Hauptgeschäftskonto ersetzen oder ist es eher nur als Ergänzung sinnvoll?
Meine Hauptbedenken:
- Wie zuverlässig ist der Support wenn mal was schief läuft?
- Funktioniert das Lastschriftverfahren ordentlich für deutsche Kunden?
- Sind die Wechselkurse wirklich so gut wie beworben?
- Was passiert bei größeren Summen (so ab 50k aufwärts)?
Wir wickeln etwa 80% unseres Umsatzes in Fremdwährungen ab, daher wäre das schon ein entscheidender Kostenfaktor. Hat jemand praktische Erfahrungen mit Wise als primäres Geschäftskonto gemacht? Besonders interessant wären Erfahrungen mit nordischen Währungen.
Danke schon mal!
Werner
Ich nutze Wise Business seit etwa 2 Jahren als Ergänzung zu unserem Hauptkonto bei der Commerzbank. Für EUR/USD/GBP Transaktionen ist es wirklich top - die Kurse sind fair und die Gebühren transparent. Bei nordischen Währungen hab ich allerdings weniger Erfahrung.
Als Hauptkonto würde ich es aber nicht empfehlen. Der Support ist zwar ok, aber bei kritischen Problemen dauert es manchmal zu lange. Und für Lastschriften ist es noch nicht optimal - viele deutsche Kunden haben da noch Berührungsängste.
Mein Tipp: Parallel laufen lassen und schrittweise mehr Volumen darüber abwickeln. So kannst du testen ob es für euch passt, ohne das Risiko eines kompletten Kontowechsels.
Also ich muss da StefanK widersprechen - wir nutzen Wise seit über einem Jahr als Hauptkonto für unseren Online-Handel und sind sehr zufrieden. Der Support war bisher immer hilfreich, auch wenn man manchmal etwas warten muss.
Bei den Wechselkursen sparst du definitiv im Vergleich zu klassischen Banken. Gerade bei regelmäßigen Transaktionen macht sich das bemerkbar. Was größere Summen angeht: ab 50k musst du mit längeren Bearbeitungszeiten rechnen, aber das ist bei allen Fintech-Anbietern so.
Ein Nachteil ist tatsächlich das fehlende Filialnetz - wenn du mal persönliche Beratung brauchst, wird's schwierig. Für uns als reines Online-Business aber völlig ausreichend.
Kurze Frage - habt ihr schon mal bei der DKB Business geschaut? Die haben auch günstige Auslandsüberweisungen und sind als deutsche Bank reguliert.
Falls du noch nach einer passenden kostenlosen Kreditkarte suchst, die gut zu deinem EU-Handel passt, schau dir mal verschiedene Anbieter im Vergleich an. Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit dem Vergleichsportal - hilft echt bei der Entscheidung, welche Karte am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. Zum Kreditkartenvergleich