Hi zusammen,
wir sind ein kleiner Online-Handel (3 Mitarbeiter) und verkaufen hauptsächlich in Deutschland, Österreich und Niederlande. Bisher läuft alles über ein Standard-Geschäftskonto bei der Sparkasse, aber die Gebühren für SEPA-Überweisungen und Währungsumrechnungen fressen uns langsam auf.
Jetzt hab ich vom Wise Business Account gehört - die Multicurrency-Funktion klingt erstmal interessant für unsere EU-Kunden. Theoretisch könnten wir Euro, aber auch britische Pfund direkt empfangen ohne dass jede Transaktion extra kostet.
Meine Frage: Taugt Wise wirklich als Hauptgeschäftskonto oder sollte man es nur als Ergänzung nutzen? Sind die deutschen Banken nicht doch vertrauensvoller für Geschäftskunden? Gerade jetzt im Sommer planen wir eh unsere Geschäftsprozesse für das zweite Halbjahr neu - wäre also ein guter Zeitpunkt zum Wechsel.
Wer hat Erfahrungen mit Wise Business? Besonders interessiert mich:
- Wie zuverlässig sind die Überweisungen?
- Gibt es Probleme bei größeren Summen (so 10-20k)?
- Wie läuft das mit der Buchhaltung und dem Steuerberater?
Danke schonmal!
Marco
Also ich bin da etwas skeptisch bei diesen ganzen Fintech-Geschichten. Bin zwar schon 73, aber beschäftige mich durchaus mit modernen Lösungen - hatte ja auch schon mal bei den Diskussionen zu gemeinsamen Konten mitgemacht.
Aber für ein Geschäftskonto würde ich persönlich bei einer etablierten deutschen Bank bleiben. Die Einlagensicherung ist klarer geregelt, und wenn mal was schiefgeht, hast du einen Ansprechpartner vor Ort. Bei Wise sitzt du im Zweifel mit einem Chatbot da.
Für gelegentliche Währungsgeschäfte mag das ok sein, aber dein komplettes Geschäft darauf aufzubauen? Da wäre ich vorsichtig.
Hmm, da muss ich aber teilweise widersprechen. Nutze Wise Business seit 1,5 Jahren und bin sehr zufrieden. Klar, ist nicht perfekt, aber die Kostenersparnis ist erheblich.
Zur Buchhaltung: Mein Steuerberater kann die CSV-Exporte problemlos verarbeiten. Die App ist auch übersichtlicher als das Online-Banking meiner alten Hausbank.
Das mit der deutschen IBAN ist tatsächlich manchmal nervig, aber viele Unternehmen akzeptieren mittlerweile auch andere EU-IBANs. Wichtig ist halt, dass du transparent kommunizierst.
Für den Anfang würd ich empfehlen: Teste es erstmal parallel für 2-3 Monate. Die Kontoeröffnung geht schnell und du siehst selbst, ob es für dein Business passt.
Falls du noch nach einer passenden kostenlosen Kreditkarte suchst - ich hab vor ein paar Monaten verschiedene Anbieter verglichen und bin dabei auf einen richtig guten Vergleichsrechner gestoßen. Hat mir echt geholfen, die versteckten Gebühren zu durchblicken und die beste Option für EU-Zahlungen zu finden. Zum Kreditkartenvergleich