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Transparenz für Investoren: Wie detailliert müssen Kontobewegungen sein?

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Tobias Richter
Beiträge: 4
Themenstarter
(@tobiasr)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#101]

Hi zusammen,

bin gerade dabei, mein Food-Tech Startup für die nächste Finanzierungsrunde vorzubereiten und stehe vor einer wichtigen Frage bezüglich der Transparenz gegenüber potentiellen Investoren.

Mein aktuelles Geschäftskonto führe ich seit 8 Monaten sehr ordentlich, alle Transaktionen sind sauber kategorisiert und ich habe eine klare Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Ausgaben. Jetzt wollen die VCs aber sehr detaillierte Einblicke in die Cashflow-Historie und künftige Liquiditätsplanung.

Meine konkreten Fragen:
- Wie granular müssen die Kontoauszüge aufbereitet werden? Reicht eine monatliche Zusammenfassung oder wollen Investoren wirklich jeden einzelnen Buchungsvorgang sehen?
- Sollte ich schon jetzt auf ein "professionelleres" Geschäftskonto mit erweiterten Reporting-Features umsteigen, auch wenn das mehr kostet?
- Welche Kontobewegungen sind für Investoren besonders kritisch? Mir ist klar, dass hohe Barabhebungen schlecht aussehen, aber was ist mit anderen Transaktionen?

Der Sommer ist eigentlich perfekt für diese Umstellung, da unser Geschäft saisonbedingt etwas ruhiger läuft. Aber ich will auch nichts überstürzen.

Hat jemand von euch schon mal eine Due Diligence durchlaufen und kann mir sagen, worauf es wirklich ankommt?

Danke schon mal!


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8 Antworten
Peter Kellner
Beiträge: 2
(@peterk)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Aus meiner Erfahrung sind drei Sachen besonders kritisch für Investoren:

1. Keine privaten Ausgaben über's Geschäftskonto - das ist ein absolutes No-Go
2. Hohe Barabhebungen ohne erkennbaren Zweck
3. Unregelmäßige oder unplausible Gehaltszahlungen

Bei mir wollten sie in der Due Diligence tatsächlich jeden Buchungsvorgang über 500€ erklärt haben. War nervig, aber nachvollziehbar.

Hatte schonmal ähnliche Fragen beim Thema Geschäftskonto - die Grundprinzipien sind dieselben.


Antwort
Martina Kessler
Beiträge: 1
(@martina82)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hallo!

Ich kann PeterK nur zustimmen - die Trennung privat/geschäftlich ist das Allerwichtigste. Als Steuerberaterin sehe ich oft, wie schnell das schiefgeht und dann bei der Due Diligence zum Problem wird.

Mein praktischer Tipp: Erstell dir eine Standard-Vorlage für Kontobewegungen mit klaren Kategorien. Marketing, Personal, R&D, Admin, etc. Dann kannst du jeden Monat schnell alles zuordnen und hast bei Nachfragen sofort die richtige Antwort parat.

Die meisten VCs sind übrigens positiv überrascht, wenn Startups so organisiert sind. Das zeigt ihnen, dass ihr das operative Geschäft im Griff habt.


Antwort
Markus T.
Beiträge: 1
(@markus_88)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Also bei uns damals wollten die Investoren wirklich ALLES sehen. Jede Tankquittung, jede Bewirtung, jeden Büromaterialkauf. War schon krass.

Aber mal ehrlich - wenn du eh schon alles ordentlich kategorisiert hast, ist das doch perfekt! Die meisten Startups haben das gar nicht so im Griff.

Wegen dem professionelleren Konto... kommt drauf an. Wenn du damit automatische Kategorisierung und bessere Exports bekommst, kann sich das lohnen. Aber zwingend notwendig ist es nicht.


Antwort
Stefan Mueller
Beiträge: 3
(@stefan-mueller7)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Servus! Bei uns war's relativ entspannt in der Due Diligence. Die haben hauptsächlich nach den großen Linien geschaut - Umsatzentwicklung, Burn Rate, größere Investitionen.

Ein guter Export als CSV oder Excel ist wichtiger als fancy Banking-Features. Die Investoren haben eh ihre eigenen Analysemethoden und wollen die Rohdaten meist in ihre Tools importieren.

Den Sommer für die Umstellung zu nutzen ist smart - weniger operative Hektik, mehr Zeit für die Vorbereitung.


Antwort
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