Hi zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Tech-Startup für eine erste Finanzierungsrunde vorzubereiten und hab schon ein paar Gespräche mit potentiellen Business Angels geführt. Nächste Woche hab ich nen wichtigen Termin bei einem größeren Investor.
Nun die Frage: Was für Kontounterlagen und Finanzinfos sollte ich vorbereiten? Momentan läuft alles noch über mein Privatkonto, aber das wird ja nicht ewig so bleiben können. Der Anwalt hat mir schon gesagt, ich sollte definitiv ein Geschäftskonto aufmachen, bevor größere Summen fließen.
Was erwarten Investoren normalerweise? Brauche ich schon detaillierte Cashflow-Berichte oder reichen erstmal die groben Zahlen? Und wie wichtig ist es, dass das Geschäftskonto bei einer "seriösen" Hausbank ist vs. so moderne Online-Lösungen?
Das ganze Thema ist ziemlich neu für mich und ich will nichts falsch machen. Bei der Hitze im Moment ist das Grübeln darüber auch noch anstrengender 😅
Kennt sich jemand mit sowas aus oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
Danke schonmal!
Da muss ich aber widersprechen - grade bei der ersten Angel-Runde ist eine etablierte Bank oft besser. Hab selbst schon investiert und wenn ich seh, dass jemand bei irgendeiner Online-Bank ist, wirkt das manchmal nicht so professionell.
Sparkasse oder Volksbank kosten zwar mehr, aber du hast nen Ansprechpartner und kannst später leichter Kreditlinien verhandeln. Für 20-30€ im Monat ist das gut investiert.
Hey Klaus! Bin zwar noch ETF-Anfänger, aber hab vor kurzem bei nem Startup-Event mitbekommen, dass Investoren super pingelig bei der Buchführung sind. Würde das Geschäftskonto definitiv vor dem Termin aufmachen - zeigt dass du es ernst meinst.
Online-Banken sind total ok, solange die Buchhaltung stimmt. Viel wichtiger ist, dass du schon mal ne grobe Planung hast, wie viel Geld du brauchst und wann. Die wollen sehen dass du durchdacht rangehst!
Moin Klaus,
bei meinem letzten Mandanten (Startup im Bereich KI) haben die Investoren sehr detailliert nachgefragt. Du solltest mindestens haben:
- Separate Kontoführung ab sofort
- 12-Monats-Liquiditätsplanung
- Verwendungsnachweis für das Investment
- Clean Cap Table (auch wenn du noch allein bist)
Bei der Bankwahl: Solange es ein echtes Geschäftskonto ist und nicht dein Privatgirokonto, ist das meist egal. N26 Business oder DKB Business reichen völlig. Hauptsache, du kannst später saubere Reportings liefern.
Hi Klaus,
wichtig ist vor allem die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen - das kann ich nicht genug betonen! Ich arbeite in der Buchhaltung und hab schon zu viele Startups gesehen, die später Probleme bekommen haben.
Für Investoren brauchst du: aktueller Kontostand, Burn-Rate (monatliche Ausgaben), und eine realistische Einschätzung, wie lange das Geld reichen soll. Excel-Tabelle reicht erstmal, muss nicht fancy sein. Und ja, definitiv vorher das Geschäftskonto eröffnen!