Hallo zusammen,
ich bin seit zwei Jahren als IT-Berater selbständig und nutze bisher mein normales Privatkonto für alle Geschäfte. Wird langsam unübersichtlich, besonders jetzt wo ich im Sommer zwei größere Projekte parallel laufe und mehr Umsatz mache.
Mein Steuerberater meinte neulich beiläufig, ich solle mal über ein Geschäftskonto nachdenken. Aber ist das eigentlich Pflicht für Einzelunternehmer? Ich hab keine GmbH oder so, bin einfach nur freiberuflich unterwegs.
Das Problem: Ich arbeite oft 50+ Stunden die Woche und hab ehrlich gesagt keine Lust auf komplizierte Bankwechsel oder zusätzliche Gebühren. Mein jetziges Konto bei der Sparkasse kostet nix und läuft problemlos.
Andererseits wird die Buchhaltung echt mühsam - private und geschäftliche Transaktionen zu trennen dauert ewig. Gerade wenn ich für Klimaanlage, Büroausstattung oder Kundenbesuche zahle.
Was sind eure Erfahrungen? Muss das sein oder kann ich das noch weiter aufschieben? Und falls ja - welche Bank macht den Wechsel am unkompliziertesten?
Als Finanzberater kann ich dir sagen: Eine rechtliche Pflicht für ein separates Geschäftskonto gibt es bei Einzelunternehmern nicht. Das ist erstmal die gute Nachricht.
ABER - und das ist ein großes Aber - du machst dir das Leben unnötig schwer. Bei 50+ Stunden die Woche ist doch gerade die saubere Trennung wichtig, um Zeit zu sparen. Wenn das Finanzamt mal prüft, stehst du sonst da und musst jeden einzelnen Beleg rechtfertigen.
Mein Tipp: Schau dir mal die Online-Banken an. N26 Business oder ähnliche haben oft günstige Konditionen und der Wechsel geht schnell. Viele meiner Mandanten sind damit gut gefahren.
Aber Vorsicht vor den Lockangeboten mancher Banken - hab schon zu oft erlebt, dass die beworbenen "kostenlosen" Konten nach einem Jahr plötzlich Gebühren kosten. Lies das Kleingedruckte!
Bei deinem Umsatz würde ich nicht mehr lange warten. Die Zeitersparnis bei der Buchhaltung macht sich schnell bezahlt.