Ich sitze gerade selbst wieder bei diesem Thema – bin ebenfalls nach längerer Pause wieder am Sparen und habe gemerkt, dass ich ohne Sinking Funds total chaotisch wird. Mein Ansatz: Ich habe mir alle regelmäßig wiederkehrenden unregelmäßigen Ausgaben notiert (Zahnarzt, Auto, Kleidung, Geschenke) und teile diese durch 12. Das geht monatlich auf ein separates Konto. Das funktioniert wirklich besser als zu hoffen, dass ich irgendwann Geld dafür habe.
Das ist exakt das, was ich seit meiner Pensionierung mache und warum mein Haushaltsbuch so stabil läuft. Ich habe mir ein Spreadsheet gebaut mit allen bekannten jährlichen Kosten – Zahncheck, Kfz-Versicherung, Wartungen, sogar Geschenke für Familie. Die teile ich durch 12 und überweise jeden Monat auf ein separates Sparkonto. So überrascht mich nichts mehr im Jahr. Für dich als Neustart-Person würde ich sogar empfehlen, die ersten drei Monate zu beobachten, welche Ausgaben tatsächlich bei dir anfallen, bevor du die Sinking Funds festlegst.
Ganz wichtiger Punkt, den viele vergessen: Wenn du mit Sinking Funds richtig planst, schaffst du dir finanziellen Spielraum für echte Zinsanlagen. Wer keine Überraschungen mehr hat, kann das konstant freigewordene Budget in Festgeldanlagen oder kluge Sparverträge lenken. Meine Erfahrung zeigt, dass eine solche Grundstrukturierung den finanziellen Spielraum um 20-30% vergrößert – einfach weil keine Notfall-Ausgaben mehr den Plan durcheinander werfen.